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Zweitkatze in Wohnungshaltung? (Gelesen: 2100 mal)
makoe
Newbie
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Offline



Beiträge: 1
Zweitkatze in Wohnungshaltung?
16.03.2012 um 15:40:35
 
Mein Kätzchen ist nun ca. 8 - 10 Jahre alt und lebt seit drei Jahren bei mir. Sie stammt aus einer verwahrlosten Wohnung, der Vorbesitzer hat nie was weggeschmissen und hatte auch keinen Besuch.
Als Pourri zu mir kam, war ich darauf eingestellt, die nächsten Stunden ihr nur gut zuzureden, doch sie kam maunzend auf mich zu und ließ sich dankbar streicheln. Leider bin ich bis heute die einzige Person, die sie anfassen darf und auch ich muss vorsichtig sein. Ich weiß nicht, ob sie früher geschlagen wurde, aber wenn ich eine falsche Handbewegung mache, kann es schon mal passieren, dass sie mir in die Backe beißt. Wenn ich nicht da bin, frisst sie nicht.
Ich bin grundsätzlich der Meinung, dass man eine Katze in der Wohnung nicht alleine halten sollte, deshalb kam ein paar Monate später noch ein Kater dazu. Das ging recht gut, sicherlich blieben gelegentliche Machtkämpfe nicht aus und sie haben sich nie so richtig angefreundet, aber man konnte gut zusammen leben.
Bis meinem damaligen Freund und mir im Bulgarienurlaub ein kleines, verlaustes Kätzchen zugelaufen ist. Wir wollten helfen, unsere Absicht war gut, doch stellte es sich hinterher als Fehler heraus. Das junge Kätzchen verstand sich wunderbar mit dem Kater, sie putzten sich gegenseitig und machten von nun an alles gemeinsam - ein wahres Dream-Team. Leider jagten sie auch zu zweit die schon in die Jahre gekommene Pourri, vertrieben sie vom Futter und von mir.
Gleichzeitig scheiterte auch die Beziehung zu meinem damaligen Freund und je schlechter die Beziehung lief, desto regelmäßiger pinkelte meine Katze auf seinen Schreibtisch.
Der Kater und das junge Kätzchen waren mehr auf meinen damaligen Freund fixiert, so dass die beiden mit ihm gingen, als er auszog. Es geht ihnen dort hervorragend, sonst hätte ich das gar nicht zugelassen. Pourri hörte am Tag seines Auszugs auf, zu urinieren. Die beiden Katzen hat er erst ein paar Wochen später geholt.
Pourri ist seitdem richtig selbstbewusst geworden. Sie lässt sie zwar immer noch von niemand anderem anfassen, aber sie versteckt sich nicht mehr, wenn Besuch kommt. Auch ich darf sie öfter hochheben und sie fordert ihre Streicheleinheiten konsequent ein.
Ich bin mir sicher, für sie wäre es das Beste, wenn ich 24 Stunden am Tag zu Hause wäre und niemand sonst. Leider lassen meine beruflichen Verpflichtungen das nicht ganz zu. Bisher arbeite ich nur halbtags, aber das könnte sich bald ändern. Letztens musste ich ein paar Tage verreisen, seitdem verweigert sie mal wieder das Futter, dafür hat sie reges Interesse an allem, was ich esse. Abends sitzt sie oft im Gang und maunzt vorwurfsvoll. Ich möchte ihr das schönstmögliche Katzenleben bieten, aber ich weiß nicht was das ist!
Ich wünsche mir einen Spielgefährten für sie, ein älteres Tier, das vielleicht gar kein Interesse an menschlicher Zuwendung hat, das ihr nicht überlegen ist und sie nicht vertreibt. Doch ist dieser Wunsch dem anderen Tier gegenüber fair?
Was wenn´s schief geht? Kann mir jemand helfen?
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