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vom 15.11.2020
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Pius (nicht mehr vermittelbar)

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Profil
Tierart:

Hund (30 bis 50 cm)

Rasse:

Mischling (Mischling)

Geschlecht:
männlich / kastriert
Alter:
5,5 Jahre

Aufenthalt:
Tierheim
Land:
Deutschland
Bundesland:
Niedersachsen
Anbieterinformation
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Erlaubnis nach §11 Tierschutzgesetz
Tierhilfe Fuerteventura e.V. 
Fuerteventura

Telefon: 05502- 998558


Beschreibung
PS SR, geb: 03.01.15, Rüde. In der Pflegestelle seit 01/19

Hilf uns - sieh nicht weg! - PIUS, das Schicksal eines kleinen Mischlingsrüden, welches sehr berührt

Pius hat in seinem Leben schon viel Leid und Schmerz ertragen müssen, aber der kleine Rüde hat einen sehr starken Lebenswillen und um sein Überleben gekämpft.

Der kleine Mischlingsrüde wurde Anfang Januar 2019 von unserer Katzenbeauftragten, Sabine Rösch, bei einer ihrer Futterrunden im desolaten Zustand aufgefunden. Pius kauerte mehr tot als lebendig unter einer großen Mülltonne und wimmerte kläglich, machte so auf sich aufmerksam!

Sabine handelte sofort und befreite Pius aus seiner misslichen Lage. Als sie dann ein dreckiges, stinkendes und total verwahrlostes Fellknäuel in den Händen hielt, musste sie doch kurz innehalten. Man hat sicherlich über die Jahre schon viel Elend gesehen, aber bei dem katastrophalen Zustand, in dem sich Pius zu diesem Zeitpunkt befand, musste Sabine erst einmal weinen.

Das Fell des Rüden war völlig verfilzt. Hunderte Zecken hingen an dem kleinen Kerl und die Flöhe sprangen in Massen an und um ihn herum. Dazu hatte er diverse verkrustete Hautstellen. Pius wirkte apathisch. Am schlimmsten war jedoch der Anblick seines linken Hinterbeines. Dieses baumelte wie ein schlaffes Anhängsel an ihm herunter. Es war offensichtlich, dass Pius eine Fraktur an diesem Hinterlauf hatte.

Sabine lud den verletzten Rüden sofort ins Auto und fuhr zum Tierarzt im Süden der Insel. Zu diesem Zeitpunkt stand überhaupt noch nicht fest, ob Pius eine Überlebenschance hatte oder ob es darum ging, ihn von seinen „Leiden“ zu erlösen.

In der Tierklinik angekommen wurde Pius zunächst mit Infusionen stabilisiert, denn er war zu allem Überfluss stark dehydriert. Als sich sein Allgemeinzustand ein wenig gebessert hatte, konnte die Tierärztin vorsichtig mit den Untersuchungen beginnen. Pius musste komplett geschoren werden. Es wäre ansonsten nicht möglich gewesen, seine Hautpartien anzuschauen und ihn von den massenhaften Zecken zu befreien. Nach der Schur sah man, dass auch der Ernährungszustand nicht der allerbeste war: Pius wog zu diesem Zeitpunkt nur knapp neun Kilogramm. Die ersten Blutergebnisse zeigten eine akute Anämie. Daraufhin wurden Blutproben für weiterführende Diagnostik auf das Festland in ein Auftragslabor geschickt.

Auf den Röntgenaufnahmen zeigte sich eine ältere Fraktur im linken Femurknochen. Teilweise hatte sich schon Knorpelgewebe an der Bruchstelle gebildet. Pius hatte zudem einen Penisprolaps. Für weitere Untersuchungen und auch zur Stabilisierung musste er zwei Tage in der Klinik bleiben. Im Anschluss an den Klinikaufenthalt konnte er dann zu Sabine ziehen, die sich aufopferungsvoll um ihn kümmerte.

Bei weiteren Blutuntersuchungen wurde Pius positiv auf Babesiose, Borreliose und Rickettsien getestet. Die erforderlichen Behandlungen erfolgten auf der Insel. Pius erholte sich erstaunlich schnell in der Obhut seiner Inselpflegestelle. Schließlich war er soweit stabilisiert, dass es an der Zeit war, seine große „Baustelle“ (die Oberschenkelfraktur) anzugehen. Der Zustand des Hinterbeins konnte keinesfalls dauerhaft so bleiben. Es wurden dazu mehrere Meinungen von Tierärzten sowohl auf Fuerteventura als auch aus Deutschland eingeholt. Es gab entweder die Option, die alte Fraktur in irgendeiner Weise zu richten oder eine Amputation des verletzten Hinterbeins. Nach vielen Gesprächen, Telefonaten und erneuten Vorstellungsterminen bei den Inseltierärzten haben wir gemeinsam eine Entscheidung für unseren Pius getroffen.

Wir wollten Pius unbedingt die Chance ermöglichen, dass er sein Hinterbein behalten kann. Da wir auf der Insel aber keinen Tierarzt gefunden haben, der sich an diese komplizierte Fraktur heranwagen wollte und es dort auf eine Amputation hinausgelaufen wäre haben wir beschlossen, ihn nach Deutschland auszufliegen, um Pius hier operieren zu lassen. Wir konnten eine Tierklinik für diese Operation und eine Pflegestelle für Pius finden. So startete der kleine Mischlingsrüde Ende April 2019 seine Reise nach Deutschland.

Anfang Juli wurde Pius in der Kleintierklink Göttingen von einem Spezialisten für Orthopädie, Neurologie und Chirurgie operiert. Es war ein sehr umfangreicher und komplexer Eingriff. Das größte Problem bestand darin, den Längenunterschied des verletzen Beins zum gesunden Bein anzupassen. Um dieses zu bewerkstelligen, wurde ein Knochenstück aus der gesunden Seite entnommen und zwischen die Bruchstellen auf der verletzten Seite gesetzt. Abschließend wurden zur Stabilisierung beide Hinterbeine verplattet. Pius musste im Anschluss an die Operation fast drei Monate in der Klinik verbringen.
Eigenschaften
kinderlieb, für Familien geeignet, verträglich mit Rüden, verträglich mit Hündinnen, verträglich mit Katzen
Buchtipp:
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Betreff:
"Pius (nicht mehr vermittelbar)"

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