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vom 22.03.2021
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ODYSSEAS - lebte auf der Straße

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Profil
NOTFALL 
Tierart:

Hund (über 50 cm)

Rasse:

freundlicher Mischling (Mischling)

Geschlecht:
männlich / kastriert
Alter:
7-8 Jahre

Aufenthalt:
Tierheim
Land:
Griechenland
Anbieterinformation
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Erlaubnis nach §11 Tierschutzgesetz
Tierfreunde Athen 
61239 Ober-Mörlen

Telefon: 06002-1023


Beschreibung
Der heute geschätzt 8- jährige Mischlingsrüde (geb. ca. 2013), Gewicht ca. 25 kg bei ca. 57 cm Schukterhöhe ist vielfältig gezeichnet von seinem harten und gefährlichen Leben als vierbeiniger Bettler auf den Straßen Athens. Odysseas war allseits bekannt. Vier Jahre lang war man an seine Anwesenheit vor einem Supermarkt gewöhnt. Manche mochten den freundlichen Rüden und ließen ihm etwas zukommen, andere traten ihn zur Seite.
In all den Jahren behielt Odysseas sein freundliches Wesen zu Menschen und anderen Tieren auf der Straße, deren Schicksal seinem glich. Sie leben schutzlos, ohne regelmäßige Versorgung oder feste Unterkunft auf den Straßen, in Hauseingängen oder in den Parks einer Millionenstadt. Sie überqueren täglich vielbefahrene Straßen, auf denen keine Rücksicht auf Tiere genommen wird. Hier überleben nur die intelligentesten und anpassungsfähige Tiere. Ansonsten sorgen Behörden für die „Entfernung“ der Tiere zur Sicherheit der Passanten oder auch auf Wunsch von Anwohnern. Nicht so bei Odysseas der ein Bekannter war- ein freundlicher Bettler auf vier Pfoten.
Wie bei nahezu allen Tieren auf den Straßen kommt eines Tages eine unglückliche Wende durch Krankheit oder Unfall in das Leben dieser Tiere. So auch bei Odysseas, dessen Augen betroffen waren. Es muss einen Tierfreund gegeben haben, da ein möglicherweise verletztes Auge von Odysseas professionell aus der Augenhöhle entfernt worden war. Fäden in der Augenhöhle und der Zustand des Auges belegen, dass er tierärztlich vor nicht allzu langer Zeit versorgt worden war. Als Odysseas jedoch noch auf dem verbleibenden Auge blind wurde und mehr oder minder orientierungslos umher lief, beschwerten sich Anwohner und man verständigte die Polizei. Bei einem Tierarzt, der ihn einschläfern sollte, wurde er kastriert und anschließend wieder blind ausgesetzt. Über den Sinn dieses Eingriffs als Problemlösung darf man sich wundern.
Odysseas hatte erneutes Glück, dass sich eine Tierfreundin Odysseas schließlich annahm und ihn in Sorge zu einer Tierstation brachte. Sie bat für ihn um Aufnahme und Versorgung. Als erstes trank Odysseas einen kompletten Eimer Wasser leer. Es hätte keiner Euthanasie bald mehr bedurft, da Odysseas verdurstet wäre. Als man ihn von „seiner Straße“ weg brachte, nahm man ihm die letzte Orientierungsmöglichkeit, um für Tiere bereit gestellte Wassergefäße oder Futter finden zu können.
In der Station sah man schnell, dass Odysseas ein gut sozialisierter Hund ist, der Menschen liebt und das Zusammenleben mit Menschen scheinbar auch kennt. Er liebt Autofahrten, geht schön an der Leine, lässt sich bei Tierarzt problemlos behandeln und würde gern im Haus leben. Seine anfängliche Aufgeregtheit ließ sich auf Schmerzen an dem verbliebenen erblindeten Auge zurückführen, das geschwollen und gerötet war. Untersuchungen und Bluttests zeigten, dass Odysseas eine Entzündung im Auge hatte, die behandelt werden musste. Sein Blutbild wies Titer von zwei Zeckeninfektionen auf, die ebenfalls behandelt wurden und last not least ist er auch Leishmaniose positiv, was kein Wunder ist nach Jahren des Lebens auf der Straße.
Nach den ersten Medikamentengaben ging es ihm sehr schnell besser. Odysseas kam zur Ruhe und die Schwellung des Auges bildete sich zurück. Der Tierarzt ist der Meinung, dass man das Auge nicht entfernen muss. Seine Behandlungen haben angeschlagen. Gegen die Leishmaniose erhält er das Medikament Allopurinol, das er gut verträgt.
Odysseas sieht im doppelten Sinn des Wortes nun glänzend aus und hat in zwei Monaten eine wunderbare Entwicklung gemacht. Er kann mit seiner Behinderung, der Blindheit, gut umgehen. Mit einem Menschen an seiner Seite bemerkt man ihm seine Behinderung kaum an.
Wie blinde Menschen von einem dafür ausgebildeten Therapiehund an ihrer Seite eigenständiger und sicherer durch das Leben gehen können, so benötigt Odysseas nun in umgekehrter Weise einen Menschen, der ihn „führt“ und mit ihm als Freund durchs Leben geht. Dafür braucht ein Mensch keine Ausbildung; es braucht viel Herz und den Glauben, dass man mit Logik, Liebe und Geduld einen gemeinsamen Weg findet. Dann kann es der Anfang einer besonderen Freundschaft werden. (Der Textverfasser schreibt dies aus eigener Erfahrung mit einem erblindeten und zusätzlich tauben Hund). Die Kommunikation mit solchen Tieren ist eine besonders intensive, die sich auf ihre Weise ergibt mit Lernen auf beiden Seiten, wenn man sich darauf einlässt- ohne Mitleid für ein Tier, das dieses nicht braucht. Man wird mit wertvollen Erfahrungen belohnt und spätestens beim Abschied von solchen Tieren weiß man, dass man einen ganz besonderen Freund hatte.
Diesen wünschen wir nun auch Odysseas. Damit würde sich seine Laufbahn vom Bettler zum König wenden.

Weitere Infos und weitere Tiere unter: www.tierfreundeathen.de
Eigenschaften
für Familien geeignet, für Senioren geeignet, verträglich mit Rüden, verträglich mit Hündinnen
Buchtipp:
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Betreff:
"ODYSSEAS - lebte auf der Straße"

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