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vom 07.08.2021
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Jack – ‚ein Unglück kommt selten allein‘

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Profil
NOTFALL Pflegestelle gesucht 
Tierart:

Hund (über 50 cm)

Rasse:

Jagdhund-Mix (Mischling)

Geschlecht:
männlich
Alter:
5 Jahre

Aufenthalt:
Pflegestelle
Land:
Deutschland
Bundesland:
Berlin
Anbieterinformation
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Erlaubnis nach §11 Tierschutzgesetz
adopTiere e.V. 
19258 Sternsruh

Telefon: 0157-52026237


Beschreibung
geboren: `*21.07.2016
Größe: ca 55 cm

In Zusammenarbeit mit süditalienischen Tierschützern wurde Jack, dessen Besitzer den jungen Rüden loswerden wollte, davor bewahrt, ‚vor die Tür gesetzt‘ oder in eine der riesigen italienischen Hundehöllen abgeschoben zu werden. Aber noch bevor Jack zu seiner, in Deutschland bereits auf ihn wartenden, Familie ausreisen konnte, wurde er bei einem Spaziergang von aggressiven Artgenossen angefallen und schwer verletzt. In der Hoffnung, dass er anschließend seine schon gebuchte 2.500 km weite Reise ins neue Heim würde antreten können, wurde er in Süditalien am schwer beschädigten Vorderbein operiert. Aber die die Operation schlug fehlt und seine Reise ins neue Zuhause war für ihn um keinen Millimeter näher gerückt. Die nächstmögliche Behandlungsmöglichkeit bei Spezialisten fanden wir in Mailand und so wurde Jack in einem schonenden Transport in den Norden des Landes gebracht, wo eine Tierklinik schon darauf wartete, sich seiner anzunehmen. Dort wurde er in einer weiteren aufwändigen OP am Ellenbogengelenk operiert. Eine befreundete, ebenfalls spezialisierte Hundetrainerin übernahm seine Pflegeund die vielen Fahrten in die Tierklinik sowie zur anschließenden rehabilitativ-physiotherapeutische Behandlung, so dass Jack im Laufe vieler Wochen soweit wie möglich wiederhergestellt werden konnte.Vor Kurzem dürfte Jack mit Genehmigung der Ärzte endlich zu seiner Familie nach Deutschland reisen. Aber auf dem Hintergrund der erlittenen Martyrien und begründet in den fortbestehenden, verletzungsbedingten Einschränkungen, denen Jack nach Einschätzung deutscher Ärzte vermutlich dauerhaft unterliegenwird, stimmt das sportlich-aktive Umfeld, in das er reisen durfte, nun nicht mehr– weder für Jack noch für seine neuen Menschen. Deshalb verliert der hübsche Hundemann sein Zuhause nun erneut.

Jack ist ein Hund, der das Zusammenleben mit Menschen bis zu einem gewissenGrad kennen gelernt hat und der menschliche Gesellschaft durchaus sehr schätzt. Wer die italienischen Bedingungen der Hundehaltung kennt, weiß jedoch, dass dies nicht gleichbedeutend damit ist, dass Jack schon mit allen Regeln eines sozialverträglichen Miteinanders vertraut ist. An der Vervollkommnung dieses Wissens arbeitet er derzeit in seiner vorübergehenden Berliner Bleibe.Die Erfahrungen und Schmerzen der letzten Monate haben allerdings auch ihre Spuren hinterlassen. Aus dem vorher offenen, freundlich-fröhlichen Schlappohr ist im Laufe der letzten Monate ein Hund geworden, dessen Vertrauen in das Leben zeitweilig an Grenzen stößt und der dann darauf bedacht ist, neue Unsicherheiten und Schmerzen von sich fern zu halten. Dieses mangelnde Vertrauen, gepaart mit dem Wissen um den Vorteil von demonstrierter Stärke, hat ihn ein gewisses ‚Standing‘ gelehrt, wenn es darum geht, vermeintliche Pfründe und Ressourcen unter hundlicher Kontrolle zu behalten, oder sich unangenehm anmutenden Situationen zu entziehen. Abgesehen von den seltenen Situationen, in denen er glaubt, sein Dasein und seine „Unversehrtheit“ verteidigen zu müssen, zeigt sich Jack in seinem derzeitigen Domizil aber als immer lernbereiter, gleichermaßen gewitzter, wie genussfreudiger und vor allem auch sehr anhänglicher Hundebub. Er geht passabel an der Leine, kennt Auto fahren und übt sich derzeit in den deutschen Grundkommandos.Mit Artgenossen ist Jack grundsätzlich verträglich. Wie er zu Katzen steht, ist nicht bekannt.

Jack wurde in Italien negativ auf Leishmaniose getestet. Auch sonstige Erkrankungen sind uns nicht bekannt. Er zieht gechipt, entwurmt, grundimmunisiert und gegen Tollwut geimpft, in sein neues Zuhause.Die Funktionalität von Jacks verletztem Vorderbein ist laut Aussagen der behandelnden Ärzte an sich wiederhergestellt und unterliegt keinerlei mechanischen Bewegungseinschränkungen. Trotz alledem benutzt Jack sein gehandicaptes Bein nicht. Dies scheint - neben der Gewöhnung an den nicht minder flinken Dreibeingang - an einer Schädigung der betroffenen Nerven zu liegen, deren Leitfähigkeit gestört und in guten Teilen wohl nicht mehr vorhanden ist. Jack benötigt daher optimalerweise weiterhin physiotherapeutische Begleitung. Ob die Gebrauchsfähigkeit des Beins jemals wieder (zufriedenstellend) hergestellt werden kann, ist eher ungewiss. Wer dem Hundebuben ein Zuhause gibt, muss sich bewusst sein, dass er ein Handicap-Hund ist und eventuell auch immer bleiben wird.

Jack benötigt ein Zuhause, dessen Rahmenbedingungen ihm keine körperliche Fitness oder sportliche Leistungsfähigkeit abverlangen. Kleine Kinder machen in Jacks Leben derzeit keinen Sinn. Durchsetzungsfähige Jugendliche, die für Spaß, Spannung und endlose Streicheleinheiten sorgen, sind ihm aber durchaus lieb.Trotz der schlechten Erfahrungen, die Jack mit Seinesgleichen gemacht hat, mager seine Artgenossen. Damit das auch in Zukunft so bleibt, braucht er nach wie vor regelmäßig Gelegenheit, sich mit anderen Fellnasen zu hundlichen Wichtigkeiten auszutauschen.

Der Anbieter "adopTiere e.V." besitzt eine Erlaubnis nach §11 Tierschutzgesetz und garantiert die Durchführung und/oder Dokumentation der gesetzlich vorgeschriebenen Maßnahmen zur Tiergesundheit vor Abgabe eines Tieres. Diese tierärztlichen Behandlungen werden in den EU-Heimtierausweis oder Impfpass eingetragen, welchen der neue Besitzer bei Übergabe des Tieres ausgehändigt bekommt.
Eigenschaften
nur für hundeerfahrene Menschen geeignet, verträglich mit Rüden, verträglich mit Hündinnen
Dieses Tier benötigt eine Pflegestelle. Eine Pflegestelle dient dazu, ein Tier vorübergehend aufzunehmen, zu pflegen und zu füttern bis eine neue Familie gefunden wurde. In der Regel erfolgt durch die für das Tier zuständige Tierschutzorganisation eine Vorkontrolle, ob das Tier artgerecht untergebracht werden kann und die Person/Personen über ausreichend Sachkunde verfügt/verfügen. Die Übernahme der Kosten für Futter, Ausstattung und evtl. Tierarztkosten ist individuell verschieden geregelt und muss mit der jeweiligen Tierschutzorganisation vereinbart werden. Für eine Kontaktaufnahme können Sie unten stehendes Formular verwenden.
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"Jack – ‚ein Unglück kommt selten allein‘"
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