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vom 06.09.2021
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RICHIE - zwischen Himmel und Hölle

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Profil
Tierart:

Hund (bis 30 cm)

Rasse:

Chihuahua (Mischling)

Geschlecht:
männlich / kastriert
Alter:
9 Jahre

Aufenthalt:
Tierheim
Land:
Griechenland
Anbieterinformation
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Erlaubnis nach §11 Tierschutzgesetz
Tierfreunde Athen 
61239 Ober-Mörlen

Telefon: 06002-1023


Beschreibung
Der inzwischen knapp 9 Jahre alte Chihuahua-Rüde Richie (ca. 4,5 kg, kastriert, geimpft und entwurmt) hat das Leben in allen Versionen kennengelernt. Fast acht Jahre lang lebte er als kleiner Prinz in einer wohlhabenden Familie zusammen mit einem großen Hund und einer Katze. Dann wurde er zum Tierarzt zur Einschläferung gebracht, da er nicht stubenrein sei. Dieser bezweifelte die Angabe und bat in der Tierstation um Aufnahme vom kleinen Richie.
Tatsächlich hat Richie seit Monaten nicht einmal im Haus markiert oder seine Geschäfte erledigt. Auffallend war jedoch von Beginn an, dass Richie nicht einfach so angefasst oder auf den Arm genommen werden wollte. Dann konnte Richie zuschnappen. Man ließ ihn daher erst einmal gewähren ohne große Beachtung und das Leben mit den anderen Vierbeinern der Station teilen. Hin und wieder hüpfte Richie auf den Schoß der Stationsleiterin, wenn sie auf einem Stuhl saß und genoß dann ihre Zuwendung - unter dem Gebot der Vorsicht, ihn nur so lange zu streicheln, wie Richie es anzunehmen bereit war.
Richie lebt mit den unzähligen anderen Hunden in Frieden. Man sieht ihn nie streiten, bemerkt aber, dass ihm die Anzahl der Hunde zu groß ist, sowie der Trubel Tag und Nacht, der sich daraus ergibt. Selbst in den entferntesten Ecken kann ein Hund sich nicht wirklich zurückziehen und allein in einem Körbchen schlafen. Irgendein Vierbeiner legt sich grundsätzlich dazu oder oben auf. Also suchte Richie nach einer anderen Lösung. Über einen Stuhl schaffte er es auf den Tisch und legte sich dort zu einem ruhigen Schlaf. Seinem Vorbild folgte auch der Malteserrüde Rocky, der ihm in einigem ähnlich ist. Dem Wunsch zu Folge, dass die beiden ab und zu ihre Ruhe haben möchten, stehen nun auf dem Tisch zwei Körbchen, die von Richie und Rocky zum Schlafen aufgesucht werden.
Richie hat inzwischen seine große Liebe in der Stationsleiterin für sich gefunden. Er folgt ihr den ganzen Tag, soweit es ihm möglich ist und wartet geduldig, was sie macht und ob sie sich vielleicht einmal hinsetzt, damit er ihr auf den Schoß springen darf. Diese Liebe ist nun so groß, dass er auch nicht mehr daran denkt, diese Hand beißen zu wollen. Weitere Zweibeiner als Freunde sucht er nicht.
Als die Stationsleiterin einmal über zwei Tage nicht da war, wechselte Richie auf die Seite einer Hilfsperson, die sich dann um die Tiere kümmerte. Plötzlich konnte auch sie, die er schon in die Hand gebissen hatte, ihn streicheln, was sie mit Skepsis tat. Richie hatte sich schnell an eine neue Bezugsperson gewöhnt und zeigte auch ihr sein Vertrauen. Mit der Rückkehr der Stationsleiterin jedoch wechselte diese Treue sofort wieder die Seiten und Richie knappte wieder die Hilfsperson. Fortan ist die Stationsleiterin wieder seine auserwählte Vertrauensperson, die er vergöttert. Anderen Menschen zeigt er, dass sie ihn nicht anfassen sollen.
Die Frage ist nun, welche Zukunft sich mit diesem Verhalten für Richie noch bieten kann. Er ist kein Hund zum Einschläfern. Der Aufenthaltsort der großen Tierstation ist ein trauriger Ort für den 4-5 kg Winzling, der sich als mutiger Gladiator mit der Waffe seiner Zähne zeigt.
Wir berichten von Richie und würden uns dabei wünschen, für ihn eine(n) Hundekenner(in) zu finden. Eine Person, die sich zutraut, Richie nicht nur ein liebevolles Zuhause zu geben, sondern ihm auch mit dem gebotenen Respekt zu begegnen und diese Beschreibungen ernst zu nehmen. Richie ist damit kein typischer Familienhund. Er kann zu anderen Hunden und Katzen vermittelt werden und am besten zu einer sehr erfahrenen Einzelperson oder einem Ehepaar, das ihn erst einmal so zu nehmen weiß, wie er beschrieben ist und weiß, wie man mit Richie umzugehen hat. Richie, der vom ehemaligen Märchenprinzen für Menschen zum Krieger gegen ihm suspekte Menschen sich verwandelte.
Wir können es uns nur so vorstellen, dass mit schwierigen Hunden erfahrene Tierfreunde ihn erst einmal nur ankommen und „sein lassen“. Dies setzt voraus, dass man einen kleinen Garten hat, der gut gesichert ist, sodass es keiner Vorgabe des Tagesablaufs mit Zugriff auf einen Hund bedarf. Richie studiert seine(n) Menschen und weiß bald, was er von ihm/ihnen zu halten hat. Er mag Menschen, denen er blind vertrauen kann und die ihn zu nichts zwingen wollen, auch nicht zu seinem Guten, wie wir Menschen oft denken. Er/es wird Zeit brauchen und auch die Selbstsicherheit und Führungsqualität von Zweibeinern, die Hunde wirklich verstehen mit all ihren Mitteilungsmöglichkeiten.
Gibt es überhaupt eine Chance für Richie? Oft ist es ein Ortswechsel und ein kompletter Neuanfang als Türöffner. Dies wollen wir aber bewusst nicht mit Optimismus und Glauben daran krönen.
Wir bitten nur um wirklich ernst gemeinte und ausreichend vorher durchdachte Anfragen für Richie. Es ist eine große Verantwortung, sich so einem Tier anzunehmen. Mit Liebe allein, die jedes Tier braucht und spürt, wird man nicht auf der direkten Zielgeraden bei Richie sein.

Der Anbieter "Tierfreunde Athen" besitzt eine Erlaubnis nach §11 Tierschutzgesetz und garantiert die Durchführung und/oder Dokumentation der gesetzlich vorgeschriebenen Maßnahmen zur Tiergesundheit vor Abgabe eines Tieres. Diese tierärztlichen Behandlungen werden in den EU-Heimtierausweis oder Impfpass eingetragen, welchen der neue Besitzer bei Übergabe des Tieres ausgehändigt bekommt.
Eigenschaften
nur für hundeerfahrene Menschen geeignet, verträglich mit Rüden, verträglich mit Hündinnen
Buchtipp:
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Betreff:
"RICHIE - zwischen Himmel und Hölle"

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