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vom 05.01.2022
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Candy, schüchterne Lackfell-Dame

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Spende für Sieben-Katzenleben e.V.

Profil
Tierart:

Katze

Rasse:

Europäisch Kurzhaar (Mischling)

Geschlecht:
weiblich
Alter:
3 Jahre

Aufenthalt:
Tierheim
Land:
Spanien
Anbieterinformation
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Erlaubnis nach §11 Tierschutzgesetz
Spende für Sieben-Katzenleben e.V.
Sieben-Katzenleben e.V. 
77871 Renchen

Telefon: +49 177 4591765


Beschreibung
Candy (geboren ca. 2018) hat in ihrem kurzen Katzenleben schon viel durchmachen müssen. Leider (vielleicht auch zum Glück) kann sie es nicht selbst erzählen, aber wir könnten uns vorstellen, dass ihr Lebensweg ungefähr so verlief:
Ihre ersten Besitzer schafften Candy aus einer Laune heraus an. Das kleine schwarze Fellknäuel mit den riesigen Augen war aber auch sehr niedlich. Schade nur, dass das Kitten so zurückhaltend war und gar nicht dankbar schnurrte, wenn man es wieder einmal ohne Vorwarnung aus dem Körbchen zerrte und tätschelte. Im Gegenteil: Bald begann Candy sogar, sich vor den Menschen zu verstecken. Nicht, weil sie sie nicht mochte, denn eigentlich war sie ein sehr sanftes und durchaus liebesbedürftiges Kitten. Gleichzeitig war sie aber auch verunsichert in der neuen Umgebung und dazu noch sehr schüchtern. Hätten ihre Menschen sich ihr vorsichtig genähert und ihr die erste Zeit ein bisschen Freiraum gelassen, wäre vielleicht einiges anders gekommen.
So jedoch zogen die Monate ins Land und Candy würde größer – ihre Gliedmaßen wurden länger, ihr Fell wurde glatter, aus dem Baby wurde ein Teenager. Und in gleichem Maße, wie Candy wuchs, schwand das Interesse ihrer Besitzer. Sie war nun kein niedliches Kitten mehr und noch dazu immer noch so schüchtern. So verging eine lange Zeit. Candy war zwar da, aber niemand nahm sie mehr so richtig wahr. Keiner versuchte mehr, das Vertrauen der Katze zu gewinnen.
Dann, eines Tages, begann Candys Köpfchen fürchterlich zu jucken. Sie wusste nicht, wann genau und warum, aber dieses Jucken wollte einfach nicht verschwinden, egal, wie oft sie sich das Schnäuzchen putzte oder sich hinter den Ohren blutig kratzte. Der Juckreiz verschwand einfach nicht. Irgendwann hörte Candy auf, sich zu kratzen und litt stattdessen still vor sich hin, wie es nun einmal ihre Art war. Irgendwann fiel ihren Besitzern dennoch auf, dass ihr Fell nicht mehr glänzte, sondern stumpf wurde und sich zwischen ihren Augen eine hässliche, kahle Stelle bildete.
Damit war Candys Schicksal besiegelt – nicht nur, dass sie eine langweilige schwarze Katze war, die niemals schnurrte, jetzt hätte man sie mit diesem Hautpilz noch zum Tierarzt bringen und eine Salbe oder so bezahlen müssen. Auch ein Tierheim hätte für die Aufnahme der kranken Katze sicher eine Gebühr verlangt. Dieses Geld war eine Katze den Leuten nicht wert. Candy musste weg.
Man konnte sie jedoch nicht am hellichten Tag vor die Tür setzen, das hätten ja Nachbarn gesehen. Stattdessen packten sie Candy und setzten sich mit ihr ins Auto, wo letztere schreckliche Angst gehabt haben muss. Die Leute fuhren mit ihr in ein Industriegebiet, wo die Gefahr, bei der herzlosen Tat beobachtet zu werden, geringer war. Schnell am Straßenrand gehalten, Türe auf, Katze raus. In Panik floh Candy gleich in die nächste Seitengasse.
Für ihre „tierlieben Besitzer“ war das Problem somit aus der Welt. Dass die Katze, die mehrere Monate bis Jahre bei ihnen gelebt hatte, keine Sicherheit außer ihnen und ihr bisheriges Zuhause kannte, nun eventuell jämmerlich und blutig gekratzt in einer Ecke eingehen, verhungern oder überfahren werden würde? Egal. Aus den Augen, aus dem Sinn.
Sicher kann man uns nun unterstellen, dass diese Geschichte ja extra dramatisch formuliert und vielleicht sogar frei erfunden ist. Aber genau solche Geschichten erleben wir Tag für Tag. Für manche Leute sind Tiere nichts als Wegwerfprodukte. Man verhätschelt sie, so lange man Zeit und Lust dazu hat. Danach werden sie auf der Straße oder in Tötungsstationen entsorgt, oft hören wir sogar von Leuten, die ihre alte, kranke Katze in der Perrera abgeben und dafür eine Babykatze mitnehmen. Da braucht es nicht viel Fantasie für Candys Geschichte. Ab hier kennen wir sie genau:
Was ihre Besitzer nicht wussten und was sie wahrscheinlich auch nicht interessiert: Die schüchterne Candy ist eine echte Kämpferin. In dem Industriegebiet, in dem es für heimatlose Straßentiere nicht viele Unterschlüpfe und schon gar nicht viel zu fressen gibt, schlug sie sich mehrere Wochen lang durch. Leider verschaffte das auch dem Hautpilz Zeit, sich noch weiter bis über ihre Nase auszubreiten. Doch schließlich – das Schicksal ist nicht ohne Ironie – waren es wieder herzlose Menschen, die ihr die Rettung brachten.
Eine nahegelegene Perrera erhielt einen Anruf aus dem Industriegebiet: Die Mitarbeiter sollten Candy schnellstmöglich wegschaffen – ansonsten werde man sie und alle Katzen, die man fände, „entsorgen“. Immerhin gab es eine „Vorwarnung“ für Candy und ihre Artgenossen.
Die Perrera kontaktierte jedenfalls die Mitarbeiter der Finca, welche wiederum schnell zu dem Gelände fuhren und Candy, „Wackelkater“ Zambo (ebenfalls hier in unserer Galerie, Stand Oktober 2021) und weitere Katzen von dort wegbrachten.
Somit ist Candy nun immerhin in Sicherheit. Ihr Hautpilz wird behandelt und sie wird von Ana und ihren Helfern aufgepäppelt. Bald wird Candy wieder eine bildschöne schwarze Katzendame sein, der man ihre Strapazen....

Der Anbieter "Sieben-Katzenleben e.V." besitzt eine Erlaubnis nach §11 Tierschutzgesetz und garantiert die Durchführung und/oder Dokumentation der gesetzlich vorgeschriebenen Maßnahmen zur Tiergesundheit vor Abgabe eines Tieres. Diese tierärztlichen Behandlungen werden in den EU-Heimtierausweis oder Impfpass eingetragen, welchen der neue Besitzer bei Übergabe des Tieres ausgehändigt bekommt.
Eigenschaften
Wohnungskatze, verträglich mit anderen Katzen
Buchtipp:
Kontaktformular
Betreff:
"Candy, schüchterne Lackfell-Dame "

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