Vino ist eine Französische Bulldogge vom Züchter. Als wir ihn zum ersten Mal bei der Züchterin besuchten, war er sofort auf uns fixiert – offen, neugierig und sehr zugewandt. Er sprang uns an und zeigte keinerlei Auffälligkeiten. Erste Zeit bei uns Als wir ihn schließlich abholten, merkten wir schnell, dass er kaum sozialisiert war. Er kannte weder Halsband noch Leine, und war draußen auf der Straße stark überfordert mit all den neuen Eindrücken. Da es in die Corona-Zeit fiel, haben wir ihm in den ersten Wochen bewusst viel Ruhe gegeben und ihn langsam an sein neues Umfeld gewöhnt. Bereits kurz nach seiner Ankunft (ca. 1–2 Wochen später), musste ich ihn für etwa fünf Stunden bei einer Freundin lassen. Sie berichtete mir danach, dass er ununterbrochen gejault und keine Ruhe gefunden habe – er wollte einfach nur zurück zu uns. Auch in der Welpenschule zeigte sich ein ähnliches Verhalten: Während die anderen Welpen spielten, zog Vino sich zurück, versteckte sich hinter mir und wollte nicht mit den anderen interagieren. Verhalten & Entwicklung Grundsätzlich war Vino ein unkomplizierter Begleiter – bis auf das Alleinbleiben, das von Anfang an ein großes Thema war. Etwa vor 3–4 Jahren begann er zunehmend reaktiv gegenüber anderen Hunden zu werden. Dabei war er lange Zeit Teil einer Hundegruppe (ca. 5–9 Hunde), mit der ich regelmäßig spazieren gegangen bin – dort funktionierte das Zusammenspiel problemlos. Doch heute ist es leider so, dass er bereits bei Sichtkontakt mit einem fremden Hund sehr stark reagiert. Interessanterweise zeigt er in Hundebetreuungen ein ganz anderes Verhalten: Dort benimmt er sich gut, auch wenn man ihm deutlich anmerkt, dass es ihm emotional nicht gut damit geht. Er wirkt zurückhaltend und hat wenig Freude daran. Mit der Zeit entwickelte sich zusätzlich eine Unsicherheit gegenüber Menschen. Es begann damit, dass er bei schnellen Bewegungen in Füße gezwickt hat. Mittlerweile ist es so, dass er bei ungewohnten Geräuschen oder wenn ihm jemand zu nahekommt, in Stress gerät und unter Umständen auch schnappt. Ein auffälliges Muster: Wenn wir zu anderen Menschen nach Hause gehen, bleibt er ruhig. Doch sobald jemand zu uns kommt – selbst bekannte Personen – reagiert er häufig unsicher. Charakter Vino ist kein aggressiver Hund – im Gegenteil. Er ist sehr ängstlich, sensibel und unsicher. Sobald er Vertrauen gefasst hat, ist er der liebevollste und lustigste Hund, den man sich vorstellen kann. Was Vino braucht Leider können wir ihm aktuell keinen stabilen Alltag und kein verlässliches Umfeld bieten. Wir merken deutlich, dass sich seine Unsicherheit dadurch verstärkt. Vino wurde umfassend tierärztlich untersucht; es wurden keine Auffälligkeiten festgestellt – er ist kerngesund. Deshalb suchen wir für Vino ein neues Zuhause mit folgenden Voraussetzungen:
Ein ruhiges, stabiles Umfeld ohne viel Trubel oder wechselnde Situationen Erfahrung im Umgang mit unsicheren Hunden – idealerweise jemand, der Geduld Einfühlungsvermögen und Verständnis für sein Verhalten mitbringt Keine langen Phasen des Alleinseins, da ihm das große Schwierigkeiten bereitet Ein souveräner Zweithund könnte möglich sein – vorausgesetzt, dieser strahlt Ruhe und Sicherheit
Der Anbieter "Hunderettung e.V." besitzt eine Erlaubnis nach §11 Tierschutzgesetz und garantiert die Durchführung und/oder Dokumentation der gesetzlich vorgeschriebenen Maßnahmen zur Tiergesundheit vor Abgabe eines Tieres. Diese tierärztlichen Behandlungen werden in den EU-Heimtierausweis oder Impfpass eingetragen, welchen der neue Besitzer bei Übergabe des Tieres ausgehändigt bekommt.
Eigenschaften
für Familien geeignet, für Senioren geeignet, nur für hundeerfahrene Menschen geeignet, verträglich mit Rüden, verträglich mit Hündinnen