Steckbrief Alter: ca. Januar 2026 geboren Geschlecht: weiblich Kastriert: nein Charakter: sehr freundlich, Welpen-typisch verspielt Größe: im Wachstum, vermutlich mittelgroß werdend Im Shelter seit: Mai 2026
Hallo, ihr lieben Menschen, mein Name ist Elayda. Zusammen mit meiner Mama und meinem Bruder Nelio lebten vor kurzem noch auf der Straße. Wir kannten keinen sicheren Platz, Kein Körbchen und hatten kein Zuhause. Mama kämpfte tapfer für uns, dass wir jeden Tag überlebten.
Jedes Auto bedeutete für uns eine neue Chance. Hält jemand an für uns? Vielleicht fällt etwas Essbares heraus? Vielleicht schaut uns jemand an? Vielleicht haben wir heute Glück? Also rannten wir hinter den Autos her, so schnell unsere kleinen Beine uns tragen konnten. Immer wieder, Tag für Tag.
Manchmal hatte ich Angst. Die großen, lauten Fahrzeuge rauschten so nah an uns vorbei, dass der Wind mein Fell durcheinanderwirbelte. Aber Hunger macht mutig. Und wenn Mama lief, liefen wir hinterher.
Ein neuer Tag fing sonnig an. Nach der Kälte der letzten Wochen eine Wohltat, die Sonne auf unserem Fell zu spüren und trockene Pfötchen zu haben. Das war ein verheißungsvoller Beginn in den Morgen. An diesem Tag hielt tatsächlich ein Auto an. Die Menschen darin sprachen ganz leise mit uns. Ihre Stimmen klangen anders als alles, was ich bisher gehört hatte; freundlich, ruhig und vorsichtig. Sie lockten uns mit Futter. Ich war erst misstrauisch und wollte mich am liebsten verstecken. Doch meine Mama lief direkt zu ihnen. Sie ließ sich streicheln. Sie ließ sich knuddeln. Und sie wirkte plötzlich ganz ruhig.
Das war für mich ein Zeichen. Wenn Mama keine Angst hatte, musste vielleicht auch ich keine haben.
Trotzdem verstand ich nicht, was passierte, als die Menschen uns hochhoben und ins Auto setzten. Mein kleines Herz klopfte ganz schnell. Ich drückte mich eng an den Menschen und wollte am liebsten unsichtbar werden. Das Auto fuhr los und alles, was ich kannte, blieb hinter uns zurück.
Wir kamen in ein Shelter. Dort waren so viele Hunde. So viele Stimmen. Lautes Bellen überall. Für einen kleinen Welpen wie mich war das alles riesig und beängstigend. Erst brachten sie uns in eine Box. Nach etwas Futter und Wasser legten wir uns dicht aneinander gekuschelt hin. Mama neben uns und mein Bruder ganz nah bei mir.
Und dann schliefen wir … stundenlang. Vielleicht sogar den ganzen Tag.
Zum ersten Mal seit langer Zeit mussten wir nicht auf Autos achten. Nicht auf Hunger. Nicht auf Gefahr. Die Anspannung fiel einfach von uns ab. Wir schliefen tief und fest, mit dem Gefühl, dass uns gerade nichts passieren kann.
Als wir später in unser Gehege durften, wurde ich langsam neugierig. Ich begann die Welt um mich herum zu erkunden. Jeder Geruch war neu. Jeder Schritt aufregend. Und obwohl die vielen Hunde mir manchmal Angst machen, beruhigt mich etwas ganz besonders: Mama ist bei mir. Und die Menschen hier sind lieb.
Sie streicheln uns vorsichtig. Sie sprechen sanft mit uns. Sie zeigen mir jeden Tag ein kleines bisschen mehr, dass nicht alle Menschen gefährlich sind.
Doch ich habe auch Angst. Angst davor, hier groß werden zu müssen. Angst davor für immer hier leben zu müssen.
Denn hier gibt es so viele Hunde wie mich. Kleine Seelen, die hoffen. Die warten. Manche schon viel zu lange. Und ich wünsche mir so sehr, dass meine Geschichte nicht hinter diesen Gittern endet.
Ich wünsche mir ein Zuhause. Ein echtes Zuhause in Deutschland.
Einen Ort, an dem ich ankommen darf. Wo mich jemand morgens verschlafen ansieht und lächelt, weil ich da bin. Wo ich nicht mehr um Futter kämpfen muss. Wo ich weich schlafen darf und niemand Angst haben muss, dass ein Auto zu nah kommt.
Ich wünsche mir Menschen mit Geduld. Menschen, die verstehen, dass ich die Welt erst kennenlernen muss. Vielleicht werde ich anfangs schüchtern sein. Vielleicht erschrecke ich mich vor manchen Geräuschen oder verstecke mich erstmal vorsichtig hinter meinen Menschen. Aber wenn man mir Zeit schenkt, werde ich lernen, zu vertrauen. Ich wünsche mir Menschen, die mich nicht perfekt finden müssen, sondern einfach bereit sind, mit mir gemeinsam zu wachsen.
Vielleicht gibt es Kinder, die vorsichtig mit mir kuscheln. Vielleicht einen anderen Hund, der mir zeigt, wie schön ein Hundeleben sein kann. Vielleicht auch einfach nur einen ruhigen Menschen, bei dem ich endlich sicher bin.
Ich brauche nicht viel. Nur Liebe und Geduld. Und die Chance, endlich anzukommen.
Denn tief in meinem kleinen Herzen hoffe ich jeden Tag darauf, dass irgendwo da draußen jemand genau mich sieht und sagt: „Du gehörst jetzt zu uns, Elayda.“
Der Anbieter "Seelen für Seelchen e.V." besitzt eine Erlaubnis nach §11 Tierschutzgesetz und garantiert die Durchführung und/oder Dokumentation der gesetzlich vorgeschriebenen Maßnahmen zur Tiergesundheit vor Abgabe eines Tieres. Diese tierärztlichen Behandlungen werden in den EU-Heimtierausweis oder Impfpass eingetragen, welchen der neue Besitzer bei Übergabe des Tieres ausgehändigt bekommt.
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