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vom 14.05.2018
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Patoras - wartet schon so lange

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Profil
Tierart:

Hund

Rasse:

Mischling (Mischling)

Geschlecht:
männlich / kastriert
Alter:
8 Jahre

Aufenthalt:
Tierheim
Land:
Spanien
Anbieterinformation
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Erlaubnis nach §11 TierschutzgesetzKörbchen gesucht 
53909 Zülpich

Telefon: k.A. - Bitte nutzen Sie das nachfolgende Kontaktformular.


Beschreibung
Patoras (Santiago)
Rasse: Mischling
Geschlecht: Rüde
Alter: ca. 8 Jahre (06/2010)
Kastriert: ja
Schulterhöhe: ca. 45 cm
Herkunft: Tierheim bei Santiago de Compostela
Aufenthaltsort: Spanien
Kontakt: info@koerbchen-gesucht.de

Hunde wie Patoras gibt es in jedem Tierheim: Als Welpe eingeliefert, irgendwie immer übersehen und so durchs Raster gefallen. Der im Sommer 2010 geborene, kastrierte Rüde hat sein ganzes Leben hinter Gittern verbracht.
Das kann man jetzt „positiv verkaufen“, in dem man sagt, daß er noch nie negative Erfahrungen mit gar nichts gemacht hat. Er hat immer noch den Wissensstand eines Welpen. Aber die Gelassenheit eines adulten Hundes.
Man kann aber auch anders (ehrlicher) formulieren und sagen: Patoras kennt nichts.
Er weiß nicht, daß die Welt groß und bunt ist. Er weiß nicht, daß es Wiesen und Wälder gibt. Er kennt weder Feld noch Flur. Baum, Strauch und Gras sind ihm fremd.
Wenn man sich das bewußt macht, dann wird einem klar, wie gigantisch einem Hund wie Patoras ein ganz normales, zivilisiertes Leben vorkommen muß. Die Vielfalt, die Gerüche, die Farben, was sich alles bewegt und ständig verändert.
Der Jogger, der vorbei läuft. Der Radfahrer, der entgegen kommt. Die Mülltonne, die heute geleert wird und gestern noch nicht an der Straße stand.
Einen Hund mit Patoras Lebenslauf aus einem Tierheim zu holen bedeutet die Rettung seiner Seele. Ohne Frage.
Es bedeutet aber auch, daß man absolut NULL Erwartung an ihn haben darf.
Ein Haus mit Garten, der erst mal zur Erledigung der Geschäfte genutzt werden kann, ist eigentlich Pflicht. Damit hat man dann auch einen sicheren Bereich, in dem man Leinelaufen üben kann.
Wobei es sein kann, daß Patoras schon nach zwei Tagen gassi geht, als hätte er nie was anderes gemacht. Damit rechne ich eigentlich. Denn er will ja leben, lernen, gefallen. Aber es ist halt auch möglich, daß es schwierig wird.
Die Hundesprache sollte man verstehen, wenn man Patoras adoptieren möchte. Jemand, der noch nie mit einem Hund zusammen gelebt hat, wird es schwer haben, Patoras zu unterstützen ohne ihn zu überfordern.
Gleichzeitig muß er natürlich gefördert werden, damit er all das nachholt, was er verpaßt hat. Hier sind Geduld und Fingerspitzengefühl gefragt.
Eine Familie mit Kindern wäre Patoras zu turbulent. Wenn er das ganze Leben kennen lernen muß, dann braucht er Zuhause Ruhe, um zu verarbeiten, was er erlebt hat.
Ja, Patoras ist ein anspruchsvoller Hund.
Und gleichzeitig auch nicht. Denn er stellt keinerlei Forderungen. Er hat gelernt mit dem Wenigen zurecht zu kommen, was ihm im Tierheim in Spanien zur Verfügung steht. (Und das ist echt wenig). Patoras macht einfach das Beste aus jeder Situation.
Was ihm in seinem neuen Leben – in seinem RICHTIGEN Leben – helfen wird ist, daß er tatsächlich noch nie negative Menschenerfahrung gemacht hat.
Okay, er hat auch noch nie mit einem Zweibeiner zusammen gelebt. Immer nur kurz sind Menschen in seinem Zwinger, bringen Futter, Wasser, machen sauber, streicheln kurz und sind wieder weg. Daß „mensch“ immer da ist, daß Patoras rund um die Uhr dabei sein darf, das wird eine ganz neue Erfahrung werden.
Aber er hat keine Angst vor dem Menschen. Deshalb wird Patoras sich in der neuen Vielfalt vermutlich am Zweibeiner orientieren und sich vertrauensvoll an der Pfote nehmen lassen.
Dennoch ist ein Hund wie Patoras eine Aufgabe, die man nicht unterschätzen darf. Obwohl sich der Bursche bemühen wird, sich einzufügen und anzupassen, wird es für alle Beteiligten anstrengend und mühsam. Das darf man einfach nicht schön reden. Das wäre gegenüber Patoras und gegenüber seiner Familie unfair.
Bisher sind übrigens ständig wechselnde Hunde seine Familie. Patoras hat viele Artgenossen kommen und gehen sehen. Immer wieder hat er sich anpassen müssen. Manchmal hat er sich unterordnen müssen. Manchmal war er der übergeordnete Hund. Aber Patoras war NIE ein Anführer. Sein Platz liegt irgendwo in der Mitte des Rudels.
Somit kann ich guten Gewissens behaupten, daß Patoras sowohl mit anderen Rüden als auch mit Hündinnen verträglich ist. Er läßt sich zwar nicht alles gefallen (was ihm altersmäßig auch völlig zusteht). Aber er sucht auch von sich aus keinen Streit und ist bereit sich mal einzugliedern.
Das heißt, er könnte zu eine anderen Hund seines Kalibers dazu vermittelt werden.
Patoras hätte aber auch nichts dagegen als Einzelhund vermittelt zu werden. Dann würde die Bindung zu seinen Menschen sicher noch schneller eine ganz enge, denn außer dem Zweibeiner hätte Patoras ja keinen Bezugspunkt.
Das liest sich alles nicht so richtig dolle, ich weiß. Aber es hilft auch nix, wenn ich Patoras schön rede. Dann sind Sie hinterher beide unglücklich.
Mein Name ist übrigens Steffi Ackermann. Ich wohne in Zülpich (30 Minuten südlich von Köln) und besuche Patoras regelmäßig im Tierheim in Spanien. Außerdem würde ich seine Reise organisieren, für die er natürlich frisch geimpft wird. Einen Chip hat der kastrierte Bub natürlich schon.
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Eigenschaften
für Familien geeignet, für Senioren geeignet, für Hundeanfänger geeignet, verträglich mit Rüden, verträglich mit Hündinnen
Buchtipp:
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Betreff:
"Patoras - wartet schon so lange"

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