Facebook Twitter

Pflegetipps für Hundebesitzer:
Diese Dinge sollte man bei seinen Vierbeinern nicht vernachlässigen

Hund mit FrauFoto von Leohoho auf Unsplash
Jedes Herrchen und Frauchen möchte nur das Beste für die eigene Fellnase. Eine artgerechte Pflege des Hundes ist natürlich grundlegend für dessen Gesundheit und Wohlbefinden. Es gibt jedoch zahlreiche Aspekte dabei, die Hundebesitzer entweder nicht kennen oder leicht vergessen.

Daher ist es wichtig, sich regelmäßig über die Pflegebedürfnisse des Vierbeiners zu informieren und diese umzusetzen. Einige der am meisten vernachlässigten Punkte bei der Hundepflege sollen daher in diesem Artikel beleuchtet werden.

Die Augenpflege: Klare Sicht für den besten Freund des Menschen

Die Augen eines Hundes sind nicht nur Fenster zu seiner Seele, sondern auch empfindliche Organe, die besonderer Fürsorge bedürfen. Leider wird die Reinigung der Augen oft als nebensächlich erachtet. Tränenfluss und Augensekrete sind jedoch keineswegs nur kosmetische Probleme. Aber wie kann man Hundeaugen richtig reinigen?

Tipps zur Augenpflege:
  • Regelmäßige Inspektion: Die Augenpartie sollte täglich kontrolliert werden, um Verschmutzungen und Veränderungen frühzeitig zu erkennen.
  • Sanfte Reinigung: Mit einem speziellen, feuchten Tuch oder Wattepad und lauwarmem Wasser können Verkrustungen vorsichtig entfernt werden.
  • Tierarztbesuch: Bei anhaltenden Rötungen oder ungewöhnlichem Ausfluss ist der Gang zum Tierarzt unerlässlich.

Kein Hundebesitzer sollte die Bedeutung der Augenpflege unterschätzen, denn unbehandelte Augenprobleme können zu ernsthaften Erkrankungen führen.

Die Ohrenpflege: Eine Frage des Gehörs

Ebenfalls häufig vernachlässigt wird die Pflege der Ohren. Besonders Hunderassen mit langen oder hängenden Ohren sind anfällig für Entzündungen und Infektionen. Eine rechtzeitige und regelmäßige Säuberung kann hier vorbeugen.

Wichtige Aspekte der Ohrenpflege

Es ist ratsam, einmal pro Woche das Innere des Ohres auf Anzeichen wie Rötungen, Verschmutzungen und unangenehmen Geruch zu kontrollieren. Sollten solche Symptome auftreten, ist es wichtig, zeitnah einen Tierarzt aufzusuchen.

Zur Reinigung der Ohren empfiehlt es sich, ein feuchtes Tuch und spezielle Ohrenreiniger zu verwenden, um das Ohr behutsam zu säubern. Wattestäbchen sollten in diesem Fall vermieden werden, da sie das empfindliche Trommelfell leicht verletzen können.

Besonders Besitzer von Hunden mit langen Ohren sollten darauf achten, ihre Ohren regelmäßig vorsichtig zum Lüften zurückzubinden.

Zahnpflege

Einige Hunde zeigen unerwünschte Verhaltensweisen wie übermäßiges Bellen, Aggression oder Angst. In solchen Fällen sind eine spezialisierte Verhaltenskorrektur oder eine Hundetherapie notwendig. Diese Art der Ausbildung erfordert oft die Expertise eines Verhaltensspezialisten und kann dementsprechend teurer sein. Die Kosten für Verhaltenskorrekturen liegen typischerweise zwischen 50 und 150 Euro pro Stunde.

Einige Zahnpflege-Tipps:
  • Tägliches Zähneputzen: Mit einer speziellen Hundezahnbürste und -zahnpasta kann man Plaque und Zahnsteinbildung effektiv vorbeugen.
  • Kauspielzeug und Snacks: Spezielles Kauspielzeug und Zahnpflegesnacks unterstützen die mechanische Reinigung der Zähne.
  • Regelmäßige Kontrollen: Eine jährliche Untersuchung beim Tierarzt sollte obligatorisch sein, um Zahnprobleme früh zu erkennen und zu behandeln.

Durch die konsequente Zahnpflege bleibt der Hund nicht nur länger gesund, sondern auch schmerzfrei.

Fellpflege

Das Fell des Hundes ist nicht nur ein wichtiger Schutz vor Umwelteinflüssen, sondern auch ein Indikator für die Gesundheit des Tieres. Daher sollte die Fellpflege keinesfalls auf die leichte Schulter genommen werden.

Regelmäßiges Bürsten

Je nach Felltyp sollte das Hundefell täglich bis wöchentlich gründlich gebürstet werden, um Knoten und Verfilzungen zu vermeiden. Dies gilt besonders für langhaarige Rassen, bei denen Verfilzungen häufiger auftreten. Das Bürsten fördert zudem die Durchblutung und verteilt die natürlichen Öle des Fells, was zu einem glänzenden und gesunden Aussehen beiträgt.

Baden

Zu häufiges Baden kann die Haut austrocknen. In der Regel reicht es, den Hund alle zwei bis drei Monate mit einem speziellen Hundeshampoo zu waschen. Man sollte darauf achten, ein pH-neutrales Hundeshampoo zu verwenden, das für die Haut des Hundes geeignet ist. Vor dem Baden sollte der Hund gründlich gebürstet werden, um lose Haare und Knoten zu entfernen.

Fellkontrolle

Mit dem Bürsten kann man gleichzeitig das Fell auf Parasiten wie Flöhe und Zecken kontrollieren und Hautveränderungen erkennen. Es ist ratsam, das Fell systematisch zu durchkämmen, um sicherzustellen, dass keine Stellen übersehen werden. Bei der Gelegenheit kann man auch nach kleinen Verletzungen oder Hautirritationen Ausschau halten, die eventuell einer tierärztlichen Behandlung bedürfen. Die sorgsame Pflege des Fells trägt nicht nur zum äußeren Erscheinungsbild bei, sondern verbessert auch das allgemeine Wohlbefinden des Hundes.

Pfotenpflege

Die Pfoten sind ein oft übersehener, aber extrem wichtiger Teil des Hundekörpers. Sie sollten regelmäßig inspiziert und gepflegt werden, um Verletzungen und Entzündungen vorzubeugen.

Wichtige Pfotentipps:
  • Kontrolle: Die Pfotenballen und Zwischenräume sollten regelmäßig auf Verletzungen oder Fremdkörper untersucht werden.
  • Schutz im Winter: Im Winter können Salz und Streugut die Pfotenballen angreifen. Mit speziellen Pfoten-Schutzcremes oder -Socken kann man dem entgegenwirken.

Ein gesunder Pfotenzustand ist essenziell für die Beweglichkeit und das Wohlbefinden des Hundes.

Krallenpflege

Zu lange Krallen können nicht nur zu Haltungsschäden führen, sondern sind auch besonders schmerzhaft für den Hund.

Die Krallen sollten daher regelmäßig gekürzt werden. Dabei reicht es oft, die Krallen alle zwei bis drei Wochen zu kontrollieren und zu schneiden.

  • Geeignete Werkzeuge: Man sollte spezielle Krallenscheren oder -zangen verwenden, um die Krallen sicher und schonend zu kürzen.
  • Tierarztbesuch: Unsicherheit beim Schneiden der Krallen kann durch einen Besuch beim Tierarzt kompensiert werden. Dieser kann Tipps geben oder die Krallen selbst schneiden.

Eine konsequente Krallenpflege trägt dazu bei, dass der Hund sich schmerzfrei bewegen kann.

Die richtige Ernährung: Fundament der Gesundheit

Die Ernährung spielt natürlich ebenfalls eine zentrale Rolle bei der Gesundheit des Hundes. Eine ausgewogene Fütterung beeinflusst nicht nur die körperliche Fitness, sondern auch das Fell, die Zähne und die gesamte Vitalität des Hundes.

Ernährungstipps:
  • Ausgewogene Ernährung: Eine Mischung aus Protein, Kohlenhydraten, Fetten, Vitaminen und Mineralstoffen ist wichtig.
  • Spezialfutter: Je nach Alter, Rasse und Gesundheitszustand kann spezielles Futter sinnvoll sein.
  • Hydration: Ausreichend frisches Wasser sollte immer bereitstehen.

Eine gute Ernährung ist die Grundlage für ein langes und gesundes Hundeleben.

Fazit

Die Pflege eines Hundes erfordert Aufmerksamkeit, Zeit und Wissen. Es gibt viele Bereiche, die nicht vernachlässigt werden sollten, um die Gesundheit und das Wohlbefinden des Vierbeiners sicherzustellen.

Zusammenfassend sind die wichtigsten Pflegetipps:
  • Tägliche Kontrolle der Augen und Ohren
  • Regelmäßiges Zähneputzen
  • Sorgfältige Fellpflege
  • Pfoten- und Krallenpflege
  • Ausgewogene Ernährung

Eine umfassende Pflege des Hundes führt letztlich nicht nur zu einem gesünderen, sondern auch zu einem glücklicheren Tier. Man sollte daher stets darauf achten, alles im Blick zu behalten, um das Leben der Fellnase so angenehm wie möglich zu gestalten.