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Die richtige Ernährung für den Labrador-Retriever

Labradore sind vielseitig, lieb und meistens gut zu motivieren. Am besten in Verbindung mit Futter. Der zu Übergewicht neigende, mittelgroße Hund ist immer hungrig und frisst alles, was nicht niet- und nagelfest ist. Ein Vorurteil? Nein! Denn aktuelle Studien beweisen, dass ein Gendefekt dafür sorgt, dass die beliebte Hunderasse nicht sattzubekommen ist. Dieser Ratgeberartikel enthält Tipps zur gesunden und artgerechten Fütterung des Labrador-Retrievers.

Labrador Retriever

Labrador - Retriever: kurzer Steckbrief

Kinderlieb, sportlich und immer gut gelaunt. So ist der mittelgroße Hund weit bekannt. Der Labrador-Retriever gehört zu den beliebtesten Hunderassen der Deutschen. Der “Labbi” ist intelligent und äußerst gelehrig, sodass er auch als Blinden- oder Assistenzhund häufig Verwendung findet. Er liebt ausgiebige Spaziergänge. Auch bei Wind und Wetter braucht er seinen Auslauf.
Obwohl die Erziehung des freundlichen Hundes vergleichsmäßig einfach ist, stellt der Labrador dennoch hohe Ansprüche an seine Besitzer. Eine besondere Herausforderung ist die gesunde Ernährung des Labrador-Retrievers.

Den Labrador bedarfsgerecht ernähren

Aktuelle Studien haben bewiesen, dass Labradore unter einem Gendefekt leiden, der dafür sorgt, dass Labradore kein Sättigungsgefühl nach den Mahlzeiten verspüren. Der Fehler beeinflusst das sogenannte POM-Gen, welches das Sättigungsgefühl nach Mahlzeiten bewirken soll. Botenstoffe, welche das Sättigungsgefühl signalisieren, werden bei einem Labrador nicht produziert. Dementsprechend hat er immer Hunger. Daher neigen Labradore zu Übergewicht. Das bedeutet, dass Hundebesitzer von Labradoren ganz genau auf eine gesunde Ernährung achten sollten. Übergewicht kann bei Hunden zu schweren Erkrankungen führen. Für übergewichtige Labradore sind das zum Beispiel:
  • Herz-, Kreislauferkrankungen
  • Gelenkerkrankungen wie zum Beispiel Arthrose
Typische Dickmacher wie Bewegungsmangel oder zu viele Leckerlis begünstigen das Übergewicht beim Labrador. Die Futtermenge sollte dem Alter und dem Bewegungsgrad unbedingt angepasst werden, um Übergewicht zu vermeiden und den Hund gesund zu erhalten. Die Futterqualität ist ebenfalls ein entscheidender Punkt in der Fütterung von Labradoren.

Welches Futter ist gesund für Labrador-Retriever? Labrador Ernährung
In Tierhandlungen und Supermärkten herrscht ein sehr hohes Futterangebot. So gibt es Nassfutter, Trockenfutter und Frischfleisch in verschiedenen Qualitäten und mit unterschiedlichen Inhaltsstoffen zu kaufen. Der Labrador-Retriever braucht wie alle Hunde viel Frischfleisch. Das liefert Hunden die benötigten Nährstoffe und Proteine, die sie für ein gesundes Hundeleben benötigen. Allerdings akzeptieren nicht alle Labbis frisches, bzw. rohes Fleisch. Manche Hunde mögen lieber Nassfutter und wiederum andere freuen sich über das tägliche Trockenfutter in ihrem Hundenapf. Hier entscheiden die Vorliebe und Futterakzeptanz eines jeden einzelnen Tieres.

Trockenfutter aus Fleischsaftgarung: bequem und gut portionierbar für den Labrador

Trockenfutter wird von den meisten Hunden hervorragend akzeptiert. Es ist gut portionierbar und lässt sich gut aufbewahren. Im Gegensatz zu Nassfutter riecht Trockennahrung für menschliche Nasen wesentlich angenehmer. Bei der dieser Fütterungsart sollte allerdings auf die Inhaltsstoffe und damit verbunden auf die Herstellung geachtet werden.

Extrusionsverfahren
Die wohl bekannteste Möglichkeit Trockenfutter herzustellen, ist durch die Extrusion. Neben den im Einzelhandel angebotenen Eigenprodukten wird auch das Futter namhafter Marken, wie Bosch, Josera und Wolfsblut, mit der Extrusion hergestellt. Hier wird eine dickflüssige Masse aus zusammengemixten Nährstoffen (Fleisch- oder Tiermehlen und Getreide) mit hohem Druck und viel Hitze durch kleine Öffnungen zu einem Strang gepresst. Aus dem Strang werden die bekannten Hundekroketten geschnitten. Die Extrusion von Hundetrockenfuttern erfolgt in den meisten Fällen ganz ohne Fleisch. Anstelle von Fleisch werden lediglich die Proteine vom Fleisch verwendet. Einige Sorten enthalten auch Fleischmehl. Beides besitzt keinerlei wichtige Nährstoffe für Hunde. Im Extrusionsverfahren hergestelltes Trockenfutter quillt im Magen auf, je nach Marke um bis auf das Doppelte der gefressenen Menge. Im Falle der gefräßigen Labrador-Retriever kann das fatale Folgen haben, beispielsweise eine Magendrehung.

Fleischsaftgarung
Trockennahrung, welche mittels der Fleischsaftgarung hergestellt wird, ist die bessere Alternative zur Fütterung des Labradors. Bei diesem Herstellungsverfahren wird ausschließlich frisches Fleisch verwendet, welches schonend und bei niedrigen Temperaturen gegart wird. Ähnlich wie bei der menschlichen Kochtechnik des Reduzierens behält Fleisch, welches im eigenen Saft gegart wird, sämtliche Nährstoffe und der Geschmack wird intensiver. Ein weiterer Vorteil der Fleischsaftgarung ist, dass kaubar-weiche Kroketten entstehen, die nicht im Magen des Hundes aufquellen. Bei Hunderassen wie dem Labrador-Retriever kommt es nicht zu einer Überfütterung und dem typischen Futterbauch. Nach einer Mahlzeit ist der Hund nicht träge, sondern weiterhin agil und motiviert. Bei dem Verfahren der Fleischsaftgarung kann auf künstliche Aromen komplett verzichtet werden, da die Trockennahrung aus der Fleischsaftgarung den natürlichen Geschmack nicht verliert.

Fazit

Wer die beliebten Labrador-Retriever gesund halten möchte, sollte unbedingt die Bedürfnisse der Hunderasse berücksichtigen. Eine gesunde Ernährung mit frischem Fleisch und der Verzicht auf Fleischmehle und andere Füllstoffe, wie glutenhaltiges Getreide trägt einen großen Teil zur Labrador-Gesundheit bei.



Die Bilder des Artikels stammen von https://pixabay.com