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Reisen mit dem Hund: mit dem Fahrrad und Vierbeiner auf Tour

Reisen mit Hund
Bildquelle: Pexels
Planen Hundebesitzer den eigenen Urlaub, steht für sie meistens von Anfang an fest, dass der Vierbeiner mit muss - ganz egal, ob das Domizil in Deutschland oder dem Ausland liegt. Doch ein Urlaub mit Hund sollte gut geplant sein, vor allem dann, wenn es sich um eine Aktivreise handelt. Sehr beliebt sind bei vielen Tierhaltern Fahrradurlaube, bei denen der Hund die Möglichkeit bekommt, sich nach Lust und Laune auszutoben.

Die Wahl des richtigen Urlaubsziels

In vielen Ländern haben sich die Gastgeber auf Urlauber mit einem oder gar mehreren Hunden eingestellt. Gerade wer eine Individualreise wählt und auf den Komfort eines Pauschalurlaubs verzichtet, profitiert hier von einer Vielzahl an möglichen Domizilen und Angeboten. Doch insbesondere bei der Wahl des Reiseziels sollten sich Gäste schlichtweg Zeit lassen und genau überlegen, was zu den Anforderungen des Hundes passt.

Wer im Urlaub viel mit dem Rad unterwegs sein möchte, sollte zudem klimatische Aspekte im Blick behalten. Hier bieten sich generell Länder an, in denen es nicht allzu heiß ist. Für Hunde bedeuten Reisen immer Stress. Auch wenn sie mit dem Standortwechsel besser zurechtkommen als Katzen, reagieren sie häufig sensibel. Wenn die Tiere das erste Mal verreisen, kann es sogar sein, dass sie das Futter verweigern, sich zurückziehen und ängstlich reagieren.

Wer ins Ausland verreist, muss zudem daran denken, dass hier mitunter andere Vorschriften für Hunde in der Öffentlichkeit gelten. So müssen Vierbeiner in öffentlichen Verkehrsmitteln vielleicht einen Maulkorb tragen. Hieran gilt es, das Tier rechtzeitig zu gewöhnen, sodass nicht zu viele unangenehme Stresssituationen entstehen.

Ferienwohnung oder Hotel: Hundebesitzer haben die Qual der Wahl

Das Interesse am Urlaub mit dem eigenen Hund nimmt unaufhaltsam zu. Das haben auch Gastgeber und Unternehmer erkannt und so gibt es immer mehr spezielle Übernachtungsangebote für Tierbesitzer. Ob eine Ferienwohnung, ein Ferienhaus oder ein Hotel die bessere Wahl ist, hängt von dem Tier, den Anforderungen an den eigenen Aufenthalt, aber auch von der Location an sich ab. Hotels erlauben zwar immer häufiger die Übernachtung mit dem Hund. Hier sind die Vierbeiner aber schneller einer enormen Reizüberflutung ausgesetzt. Die Rückzugsmöglichkeiten sind hier geringer. Darüber hinaus müssen sich auch Herrchen und Frauchen an strikte Regeln halten.

Ein Urlaub in einer Ferienwohnung oder einem Ferienhaus bietet hier deutlich mehr Freiheit. Oftmals ist das Platzangebot umfangreicher. Es gibt zudem Vermieter, die sich speziell auf Hundebesitzer eingestellt haben und so zum Beispiel einen eingezäunten Garten oder sogar einen Hundezwinger bereithalten. Das macht den Aufenthalt für alle um entspannter. Auch auf den Hund rieseln deutlich weniger Reize ein.

Reisebestimmungen für Urlauber mit Hund: Darauf muss geachtet werden

Ob nun Skandinavien, Polen, Italien oder auch Spanien: Reiseziele für Urlauber mit Hund im Ausland gibt es viele. Doch gerade, wer Deutschland den Rücken kehrt, sollte sich zwingend mit den Einreisebestimmungen und den Voraussetzungen auseinandersetzen. Abhängig von der Destination gibt es hier gravierende Unterschiede. Zudem ist es immer wieder möglich, dass Einschränkungen auch aufgrund der jeweiligen Rasse bindend sind.

Bei Aufenthalten innerhalb der Europäischen Union brauchen Reisende für jeden Hund, den sie mitnehmen, zwingend einen Heimtierausweis. Des Weiteren muss ein gültiger Impfschutz gegen Tollwut nachgewiesen werden. Neben den allgemeinen Anforderungen können sich die jeweiligen Länder für weitere Vorgaben entscheiden. Besondere Aufmerksamkeit ist bei Flugreisen gefordert. Hier legen bereits die Airlines strenge Regeln für den Transport fest. Generell müssen Hunde identifizierbar sein. Das gelingt entweder über einen Mikrochip, der mit einer entsprechenden Nummer versehen ist oder mit einer Tätowierung. Beides wird im EU-Heimtierausweis vermerkt, sodass der Vierbeiner ohne Zweifel zugeordnet werden kann.

Reisegepäck für den Hund: Was darf nicht fehlen?

Wie für Kinder und Erwachsene braucht auch der Hund auf Reisen einiges an Gepäck. Wer zum ersten Mal mit dem Vierbeiner verreist, ist mit einer individuellen Packliste gut beraten. So lässt sich vermeiden, dass Wichtiges vergessen wird. Neben den wichtigsten Dokumenten, zu denen der Heimtierausweis und eben auch Versicherungsunterlagen gehören, darf die grundlegende Ausstattung nicht fehlen. Hundeleine und Halsband gehören ebenso in den Koffer wie ein Maulkorb. Gerade in einer unbekannten Umgebung lässt sich kaum sagen, wie ein Vierbeiner in gewissen Situationen reagiert. Mit einem Maulkorb sind Bissunfälle vermeidbar. Wer mit dem Auto oder mit dem Flugzeug verreist, braucht zudem eine komfortable, vor allem aber auch sehr sichere Transportlösung. Zum einen geht es hier natürlich darum, die Sicherheit aller Mitreißenden zu gewährleisten, zum anderen darf aber auch die des Tieres nicht außen vor gelassen werden.

Hat der Vierbeiner eine Lieblingsdecke oder ein Lieblingskuscheltier, sollte auch dies mit im Gepäck landen. Das gibt ihm ein Stück weit Sicherheit. Um den Stresspegel für den Hund nicht unnötig zu erhöhen, sollten generell auch Wasser- und Futternapf sowie das bekannte Futter mitgenommen werden. Auch auf der Fahrt selbst ist es empfehlenswert, das eine oder andere Leckerli griffbereit zu haben.

Radurlaub mit dem Hund: Nicht immer eine gute Idee

Viele Tierbesitzer liebäugeln bei der Reiseplanung vor allem mit einem Radurlaub. Hier bietet sich die Gelegenheit, gemeinsam mit dem Tier aktiv zu werden und viel Zeit an der frischen Luft zu verbringen. Doch auch in diesem Fall müssen einige Dinge bedacht werden. Ein Radurlaub ist nämlich nur dann tatsächlich empfehlenswert, wenn der Vierbeiner das Laufen am Fahrrad bereits beherrscht und das Klima einen angenehmen Rahmen dafür schafft. Südeuropäische Länder sind demnach weniger gut geeignet.

Wer viel Zeit mit dem Fahrrad in Wäldern verbringen möchte, sollte zudem auch beim Hund an den richtigen Zeckenschutz denken. Für kranke Hunde und Tiere, die in irgendeiner Art und Weise eingeschränkt sind, ist ein Fahrradurlaub nicht geeignet. Gerade kleine Rassen können oftmals zudem nicht allzu weite Strecken zurücklegen. Hier sollte deswegen ein Hundekorb seinen Platz am Fahrrad finden, sodass sie auch einmal ohne Körpereinsatz mitfahren können.

Die richtige Ausstattung für Radreisen mit dem Hund

Laufen Hunde am Fahrrad, sollten sie sicher und zuverlässig an der rechten Seite bewegen. Hier ist es wichtig, dass sie nicht versehentlich ausbrechen, sodass Herrchen oder Frauchen stürzen oder andere Verkehrsteilnehmer gefährden. Am Fahrrad reichen Halsband und Leine zudem nicht aus. Hier braucht es ein Geschirr. Das Hundegeschirr sorgt dafür, dass die Belastung für das Tier minimiert wird und es sich ohne große Schmerzen bewegen kann.

Damit auch bei Dämmerung und Dunkelheit kein unnötiges Risiko eingegangen wird, ist es generell ratsam, neben dem Fahrrad auch den Abstandshalter vom Hund zu beleuchten. Hier kann wahlweise auf leuchtende oder auch reflektierende Elemente zurückgegriffen werden. Führt die Strecke in weiten Teilen über unwegsamen und rauen Untergrund, lohnt sich die Investition in Hundeschuhe. Sie werden in verschiedenen Größen angeboten und schützen den Vierbeiner zuverlässig vor Verletzungen an den Pfoten. Zudem tragen sie dazu bei, Schmerzen beim Laufen zu verringern.