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Wie füttert man einen Hund? Überblick über mögliche Optionen

Hundeernährung Überblick
Quelle: Fotolia/Adobe Stock
Eine ausgewogene Ernährung ist der Schlüssel zur Gesundheit und zum Wohlbefinden eines Hundes. Die Wahl der Fütterungsmethode mag auf den ersten Blick einfach erscheinen, hängt jedoch in Wirklichkeit von vielen Faktoren ab – Alter, Rasse, Gesundheitszustand und Lebensstil. Erfahren Sie, wie Sie das richtige Futter für Ihren Vierbeiner auswählen und welche Grundregeln bei der Hundeernährung besonders wichtig sind.

Grundregeln für eine gesunde Hundeernährung

Unabhängig davon, ob Ihr Hund ein Welpe, ein ausgewachsener Vierbeiner oder ein Senior ist, sollten einige grundlegende Ernährungsprinzipien beachtet werden. Die Fütterung sollte mit der Auswahl hochwertiger Zutaten beginnen, die alle notwendigen Nährstoffe liefern: Proteine, Fette, Kohlenhydrate, Vitamine und Mineralstoffe.

Ebenso wichtig ist Regelmäßigkeit – Hunde funktionieren am besten nach einem festen Tagesablauf. Das Futter sollte an das Aktivitätsniveau und die individuellen Bedürfnisse des Tieres angepasst werden. Denken Sie auch daran, stets frisches Wasser bereitzustellen. Manche Hunde haben besondere Ernährungsanforderungen, etwa aufgrund von Allergien, Unverträglichkeiten oder chronischen Erkrankungen – in solchen Fällen empfiehlt sich spezielles Diätfutter, das beispielsweise im Shop Fera erhältlich ist, oder eine Rücksprache mit dem Tierarzt.

Wie füttert man einen Hund richtig – je nach Alter

Welpen, erwachsene Hunde und Senioren haben unterschiedliche Ernährungsbedürfnisse, daher ist es wichtig, die jeweiligen Grundsätze zu kennen. Ein Welpe benötigt proteinreiches Futter mit ausreichend Kalzium und Nährstoffen zur Unterstützung von Knochenentwicklung und Immunsystem. Am besten eignet sich spezielles Welpenfutter, das mehrmals täglich in kleinen Portionen gegeben wird – junge Hunde haben einen kleinen Magen, wachsen jedoch sehr schnell.

Erwachsene Hunde erhalten in der Regel ein ausgewogenes Futter, das an Aktivität und Körpergewicht angepasst ist. Die richtige Kalorienmenge und Portionsgröße spielen dabei eine entscheidende Rolle. Senioren haben einen langsameren Stoffwechsel und benötigen häufig spezielle Diäten zur Unterstützung von Gelenken, Herz oder Verdauung. Für ältere Hunde empfiehlt sich leicht verdauliches Futter mit reduziertem Fettgehalt und erhöhtem Ballaststoffanteil.

Die Unterschiede ergeben sich vor allem aus dem veränderten Energiebedarf und dem allgemeinen körperlichen Zustand in den verschiedenen Lebensphasen.

Verschiedene Arten von Hundefutter

Zur Auswahl stehen mehrere Futterarten, die beliebtesten sind Trockenfutter, Nassfutter sowie selbst zubereitete Mahlzeiten. Trockenfutter ist lange haltbar, praktisch in Lagerung und Portionierung und unterstützt durch seine Konsistenz die Zahnhygiene. Ein möglicher Nachteil ist die geringere Akzeptanz bei wählerischen Hunden.

Nassfutter ist in der Regel aromatischer und wird von vielen Hunden bevorzugt. Es enthält mehr Wasser, was die Flüssigkeitsaufnahme unterstützt, verdirbt jedoch nach dem Öffnen schneller und ist meist teurer als Trockenfutter.

Selbst gekochte Mahlzeiten ermöglichen eine vollständige Kontrolle über die Zutaten, erfordern jedoch ernährungsphysiologisches Wissen und Zeit. Verschiedene Futterarten können kombiniert werden, solange die Nährstoffbalance gewahrt bleibt und schädliche Lebensmittel – etwa stark gewürzte Speisen oder Zwiebeln – vermieden werden.

Die Kombination aus Trocken- und Nassfutter oder die Zugabe kleiner Mengen gekochten Fleisches oder Gemüses kann die Ernährung abwechslungsreicher gestalten, besonders bei wählerischen Hunden.

Wie oft sollte man einen Hund füttern?

Die Fütterungshäufigkeit hängt vor allem vom Alter, Gesundheitszustand und Lebensstil des Hundes ab. Welpen bis etwa zum sechsten Lebensmonat sollten drei- bis viermal täglich gefüttert werden. Erwachsene Hunde erhalten meist zwei Mahlzeiten pro Tag, während bei Hunden mit geringerem Energiebedarf auch eine Mahlzeit ausreichend sein kann.

Senioren profitieren oft von zwei kleineren Portionen täglich. Kranke Hunde benötigen eine genaue Kontrolle der Fütterungsfrequenz – manchmal sind kleinere, aber häufigere Mahlzeiten sinnvoll, um das Verdauungssystem zu entlasten. Entscheidend ist, Menge und Zeitplan individuell anzupassen.

Fütterung nach Sterilisation oder Kastration

Nach einer Sterilisation oder Kastration kommt es zu hormonellen Veränderungen, die den Stoffwechsel verlangsamen und die Neigung zu Gewichtszunahme erhöhen können. Deshalb ist eine angepasste Ernährung besonders wichtig. Oft empfiehlt sich ein energieärmeres Futter mit höherem Ballaststoffgehalt und reduziertem Fettanteil.

Spezielle Futtersorten für kastrierte oder sterilisierte Hunde sind eine gute Wahl, ebenso wie eine sorgfältige Portionskontrolle. Ausreichend Bewegung ist ebenfalls entscheidend, um Übergewicht und damit verbundene Gesundheitsprobleme zu vermeiden. Eine tierärztliche Beratung hilft, die optimale Ernährung festzulegen.

Fütterung bei gesundheitlichen Problemen

Bei chronischen Erkrankungen oder vorübergehenden gesundheitlichen Störungen kann spezielles veterinärmedizinisches Diätfutter sinnvoll sein. Erhältlich sind unter anderem Sorten für Magen-Darm-Probleme (Gastrointestinal), zur Unterstützung der Harnwege (Urinary), hypoallergene Futtersorten sowie spezielle Diäten für Leber, Herz oder Gelenke.

Solche Diäten sollten nach tierärztlicher Empfehlung eingesetzt werden, da ihre Zusammensetzung gezielt auf bestimmte Erkrankungen abgestimmt ist. Nicht jede gesundheitliche Beeinträchtigung erfordert jedoch ein spezielles Diätfutter – bei milden Beschwerden kann hochwertiges, vollwertiges Futter ausreichen. In komplexeren Fällen sollten die Anweisungen des Tierarztes strikt befolgt werden.

Rassespezifische Fütterung

Die Fütterungsweise kann auch von der Rasse abhängen, insbesondere von Größe und individuellen Veranlagungen. Große Rassen wie Bernhardiner oder Berner Sennenhunde benötigen größere Kroketten (angepasst an die Maulgröße), einen erhöhten Gehalt an gelenkunterstützenden Nährstoffen und ausreichend Energie.

Kleine Rassen wie Malteser oder Yorkshire Terrier kommen mit kleineren Portionen und Kroketten besser zurecht. Sie haben häufig empfindlichere Verdauungssysteme, weshalb das Futter gut verdaulich sein sollte. Viele Hersteller bieten spezielle Produktlinien für bestimmte Rassen an, was die Auswahl erleichtert.

Fütterung je nach Jahreszeit

Auch die Jahreszeiten können Einfluss auf die Ernährung haben. Im Winter benötigen Hunde, insbesondere aktive Tiere, die viel Zeit im Freien verbringen, mehr Energie zur Wärmeregulierung. Im Sommer kann der Kalorienbedarf ebenfalls steigen, wenn der Hund besonders aktiv ist.

Im Winter empfiehlt sich ein nährstoffreiches Futter mit höherem Fett- und Proteingehalt, während im Sommer leicht verdauliche Mahlzeiten sinnvoll sein können. Dabei sollte stets auf eine ausreichende Wasserzufuhr geachtet werden. Passen Sie die Ernährung an den Lebensstil Ihres Hundes an und beobachten Sie Gewicht sowie Verhalten, um bei Bedarf entsprechend zu reagieren.