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Professionelle Hundeausbildung und -therapie:
Kosten und Finanzierungsmöglichkeiten

HundeausbildungFoto von Roger Chapman auf Unsplash
Hunde sind nicht nur der beste Freund des Menschen, sie sind in vielen Bereichen unserer Gesellschaft mehr als das. Sie übernehmen wichtige Aufgaben, beispielsweise als Therapiehund, als Rettungshund oder Assistenzhund. Damit Hunde diese Aufgaben erfüllen können, brauchen sie eine professionelle Hundeausbildung. Diese Ausbildung jedoch ist kostspielig. Wer seinen Hund ausbilden lassen möchte, stellt sich also unweigerlich die Frage nach der Finanzierung. Ein Sofortkredit ist für viele Hundehalter eine gute Lösung, es gibt aber auch Alternativen und teilweise auch Förderungsmöglichkeiten. Schauen wir uns zunächst an, welche Arten der Hundeausbildung es gibt und was sie kosten. Anschließend geben wir Tipps und Informationen für die Finanzierung der Hundeausbildung und Fördermöglichkeiten.

Welche Arten der Hundeausbildung gibt es?

Es gibt die Möglichkeit, den eigenen Hund ausbilden zu lassen, damit er besser hört. Wesentlich kostspieliger sind spezielle Ausbildungen, beispielsweise für Therapiehunde. Im Folgenden geben wir einen Überblick über die wichtigsten Ausbildungsmöglichkeiten für Hunde.

Grundgehorsamkeit

Die Grundgehorsamkeit ist die Basis jeder Hundeausbildung. Sie wird in allen Hundeschulen für private Hundehalter angeboten. Von diesem Angebot machen oft Hundehalter Gebrauch, die wenig Erfahrung in der Hundeerziehung haben oder wenn der Hund Probleme macht. In der Grundausbildung lernt der Hund grundlegende Kommandos wie "Sitz", "Platz", "Bleib" und "Komm". Er lernt aber je nach Angebot auch das richtige Verhalten im Umgang mit anderen Hunden oder in stressigen Situationen wie beispielsweise dem Straßenverkehr.

Die Kosten für die Ausbildung in Grundgehorsamkeit sind vergleichsweise gering. Es gibt Gruppenkurse in Hundeschulen, die zwischen 100 und 300 Euro kosten. Der Einzelunterricht mit einem professionellen Trainer kostet zwischen 30 und 100 Euro pro Stunde.

Verhaltenskorrektur und Hundetherapie

HundetrainingFoto von Sarah Shull auf Unsplash
Einige Hunde zeigen unerwünschte Verhaltensweisen wie übermäßiges Bellen, Aggression oder Angst. In solchen Fällen sind eine spezialisierte Verhaltenskorrektur oder eine Hundetherapie notwendig. Diese Art der Ausbildung erfordert oft die Expertise eines Verhaltensspezialisten und kann dementsprechend teurer sein. Die Kosten für Verhaltenskorrekturen liegen typischerweise zwischen 50 und 150 Euro pro Stunde.

Diensthunde

Diensthunde werden für Polizei, Militär oder Sicherheitsdienste ausgebildet. Sie lernen, Drogen oder Sprengstoffe zu erkennen, Personen zu verfolgen oder zu schützen. Die Ausbildung von Diensthunden ist intensiv und umfangreich, was die Kosten in die Höhe treibt. Diese Ausbildung kann von mehreren tausend Euro bis weit über zehntausend Euro kosten, je nach spezifischen Anforderungen und Ausbildungsprogrammen.

Assistenz- und Therapiehunde

Assistenzhunde unterstützen Menschen mit physischen oder psychischen Behinderungen. Sie übernehmen Aufgaben wie Türen öffnen, Gegenstände aufheben oder Menschen in emotional schwierigen Situationen beruhigen. Blindenhunde lernen auch, den Menschen im öffentlichen Raum zu führen. Therapiehunde werden beispielsweise in der Psychotherapie und in Pflegeeinrichtungen eingesetzt. Die Ausbildung von Assistenzhunden und Therapiehunden ist hochspezialisiert und ebenfalls kostenintensiv. Die Kosten können mehrere zehntausend Euro betragen, abhängig von der Komplexität der Aufgaben, die der Hund erlernen muss.

Rettungshunde

Rettungshunde werden darauf trainiert, Menschen in Not zu finden, sei es bei Naturkatastrophen, Lawinen oder anderen Notsituationen. Auch diese Ausbildung ist sehr aufwendig und kann hohe Kosten verursachen.

Finanzierungsmöglichkeiten der Hundeausbildung

Eine Hundeausbildung kann also mehrere tausend oder sogar mehrere zehntausend Euro kosten. Die Frage nach der Finanzierung stellt sich für die meisten Hundehalter. Einen Kredit aufzunehmen, ist immer eine Option. Es sollten aber zunächst auch Eigenmittel wie persönliche Ersparnisse geprüft werden. Denn je größer der Eigenanteil, desto günstiger ist in der Regel auch der Kredit.

Ratenzahlung

Es gibt Hundeschulen und Trainer, die Ratenzahlungspläne anbieten. Die Ratenzahlung ermöglicht es den Hundebesitzern, die Ausbildungskosten für ihren Hund auf mehrere Monate oder sogar Jahre zu verteilen. So lässt sich die Hundeausbildung oft einfacher finanzieren. Bevor man also einen Kredit aufnimmt, sollte man sich zunächst bei der Hundeschule seiner Wahl nach Ratenzahlungsplänen erkundigen.

Einen Konsumentenkredit aufnehmen

Bei einer Kreditsumme von unter zehntausend Euro ist ein Konsumentenkredit oft eine schnelle und einfache Möglichkeit, die Ausbildung des Hundes zu finanzieren. Das kann über die eigene Hausbank geschehen, es lohnt sich aber, auch alternative Anbieter in Betracht zu ziehen. Ein Kreditvergleich verschafft einen ersten Überblick. Beim Vergleich sollte man nicht nur Zinssätze, sondern auch die Rückzahlungsbedingungen und Laufzeiten prüfen und vergleichen.

Extratipp: Es gibt Finanzinstitute, die spezielle Finanzierungspläne für tierbezogene Ausgaben anbieten, beispielsweise für medizinische Behandlungen. Die Konditionen können bei diesen Angeboten günstiger sein. Es lohnt sich also, diese ebenfalls zu vergleichen.

Finanzierung über Versicherungen

Einige Haustierkrankenversicherungen decken Ausbildungskosten ab, insbesondere wenn diese medizinisch notwendig sind, beispielsweise bei Verhaltensproblemen. Es gibt auch spezielle Versicherungen, die Ausbildungskosten oder -bedarfe abdecken. Diese Policen können eine sinnvolle Ergänzung zur regulären Haustierkrankenversicherung sein. Wird der Therapiehund für einen Menschen mit einer Behinderung ausgebildet, ist die erste Anlaufstelle die eigene Krankenkasse. Es ist möglich, dass mindestens Zuschüsse für die Hundeausbildung gewährt werden.

Finanzierung über Crowdfunding-Plattformen

Websites wie GoFundMe oder Kickstarter können genutzt werden, um Geld von Freunden, Familie und der breiteren Gemeinschaft zu sammeln. Crowdfunding ist besonders effektiv, wenn die Geschichte und der Nutzen der Ausbildung gut kommuniziert werden.

Arbeitgeberunterstützung

Einige Arbeitgeber bieten Programme an, die die Kosten für Therapie- oder Assistenzhunde abdecken, insbesondere wenn diese im beruflichen Kontext eingesetzt werden sollen. Es lohnt sich, beim Arbeitgeber nachzufragen, ob solche Programme existieren.

Fördermittel und Zuschüsse durch Fördervereine für die Hundeausbildung beantragen

Verschiedene Organisationen bieten finanzielle Unterstützung für die Ausbildung von Therapie- oder Assistenzhunden an. Diese Unterstützung kann in Form von Zuschüssen oder vollständiger Kostenübernahme erfolgen. Die Förderung hängt von vielen Faktoren ab, daher können wir an dieser Stelle keine allgemeingültigen Empfehlungen geben. Vor der Ausbildung sollte man sich bei verschiedenen Organisationen über Fördermöglichkeiten erkundigen.

Beispiele für Fördervereine, die für die Bezuschussung einer Hundeausbildung kontaktiert werden können:


  • Assistenzhunde e.V. unterstützt die Ausbildung und Finanzierung von Assistenzhunden für Menschen mit Behinderungen.
  • Der Verein für Deutsche Schäferhunde (SV) e.V. bietet unter Umständen Förderprogramme für die Ausbildung von Rettungs- und Diensthunden.
  • Der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband e.V. (DBSV) unterstützt die Ausbildung von Blindenführhunden.
  • Der Assistenzhunde Verbund Deutschland e.V. fördert gegebenenfalls die Ausbildung und den Einsatz von Assistenzhunden in verschiedenen Bereichen.

Kombinierte Ansätze

Oft kann eine Kombination der oben genannten Methoden die effektivste Lösung sein, um die notwendigen Mittel für die Hundeausbildung aufzubringen. Eine sorgfältige Planung und die Nutzung mehrerer Finanzierungsquellen können die finanzielle Belastung erheblich reduzieren.

Fazit

Die professionelle Hundeausbildung ist eine wertvolle Investition, sei es für Therapiehunde, Assistenzhunde oder Rettungshunde. Die Kosten sind vergleichsweise hoch, aber es gibt verschiedene Finanzierungsmöglichkeiten wie beispielsweise einen Konsumentenkredit oder die Ratenzahlung bei der Hundeschule. Zunächst sollte auch die Möglichkeit der Förderung durch einen Verein, die Krankenkasse, die Hundeversicherung oder den Arbeitgeber geprüft werden.