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Tipps für einen gesunden Umgang mit Haustieren

Hund-Mensch-Beziehung
Abbildung 1: Wenn Menschen zu ihrem Tier einen sehr engen Kontakt pflegen, ist es besonders wichtig, dass das Tier gesund ist.
Haustiere sind für viele der beste Freund und ständige Begleiter in allen Lebenslagen. Dieser enge Kontakt birgt allerdings auch Gefahren, denn Tiere können Krankheiten auf den Menschen übertragen. Dazu gehören beispielsweise Salmonellen und auch Parasiten. Die Tiere sehen dabei oft gesund aus, sie können ihre Menschen dennoch anstecken. Besonders gefährdet sind kleine Kinder, Schwangere und ältere Menschen. Deshalb ist Hygiene im Umgang und im Zusammenleben mit den geliebten Vierbeinern sehr wichtig. Wer hier ein paar grundsätzliche Verhaltensregeln bezüglich der Hygiene und Pflege des Haustieres beachtet, kann mit seinem Tier gesund zusammenleben und muss keine gesundheitlichen Risiken fürchten. Erwachsene, auch wenn sie nicht in die Risikogruppe gehören, haben hier Vorbildfunktion.

Sauberkeit ist sehr wichtig

Säuglinge und Kleinkinder sind besonders gefährdet, da ihr Immunsystem noch nicht gut ausgebildet ist. Textilien, mit denen die Tiere in Kontakt kommen, sollten bei 60 °C oder mehr waschbar sein. Das gilt für Unterlagen, Decken und Handtücher. Bei einer Temperatur von 60 °C und mehr sterben die meisten Keime und Krankheitserreger ab. Ein desinfizierender Waschzusatz ist in der Regel nicht notwendig. Damit am Ende nicht die Waschmaschine zur Bakterien- und Keimschleuder wird, sollte sie regelmäßig gereinigt und desinfiziert werden. Denn die Waschmaschine kommt mit vielen Keimen und Bakterien in Kontakt. Die meisten Waschgänge laufen bei 30 bis 40 °C ab. Das hat zur Folge, dass nach dem Waschen immer noch Keime und Bakterien in der Waschmaschine sein können. Einige Bakterien sterben erst bei 70 °C und mehr ab, was eine periodische Desinfektion der Waschmaschine notwendig macht, am besten in einem Waschprogramm bei 90 °C. Nicht alle handelsüblichen Waschmaschinen verfügen über ein Programm, das derart heiß wäscht. Hier gilt es, Waschmaschinen zu vergleichen und das passende Modell auszuwählen.

Den Vierbeiner pflegen

Regelmäßige Pflege und die damit verbundene Zuwendung sind schön für Tier und Mensch. Bei der täglichen Routine sollte dem Tier Futter und frisches Wasser zur Verfügung stehen. Die Näpfe sind ebenfalls ein Ort, an dem sich Keime sammeln und vermehren, weshalb der Tierhalter sie täglich reinigen sollte. Die Katzentoilette sollte ebenfalls täglich sauber sein.

Fellpflege jeden Tag sorgt dafür, dass Parasiten nur wenig Angriffsfläche haben. Wenn das Tier eine Zecke hat, sollte diese sofort entfernt mit einem entsprechenden Instrument, wie einer Zeckenzange, entfernt werden. Zur Pflege gehört es auch, den Vierbeiner regelmäßig zu impfen und zu entwurmen. Besteht der Verdacht, das Tier könnte Parasiten haben, sollte das untersucht werden. Einige Parasiten können auch beim Menschen schwerwiegende Erkrankungen auslösen.

Zoonosen – Krankheiten gehen vom Tier auf den Menschen über

Es gibt zurzeit etwa 200 verschiedene Krankheiten, die vom Tier auf den Menschen übertragen werden. Das kann Nutztiere wie Kühe oder Schafe betreffen, aber auch Haustiere, wie Hunde oder Hamster. Eine bekannte Infektion ist die Tollwut. Parasiten wie Milben oder Flöhe können auch auf den Menschen übergehen. Für Schwangere ist besonders die Toxoplasmose gefährlich, mit der sie sich bei Kontakt mit kontaminiertem Kot anstecken können. Für viele ist das Haustier ein weiteres Familienmitglied. Im engen Zusammenleben sind hier ein paar Hygienemaßnahmen zu beachten, die vermeiden helfen, dass Krankheitserreger und Parasiten auf den Menschen übergehen.

Geeignete Hygienemaßnahmen

Hygienemassnahmen
Abbildung 2: Gründliches Händewaschen mit Seife ist nach jedem Hautkontakt notwendig.
Für ein gesundes Miteinander gibt es ein paar Verhaltensregeln. Eine wichtige Maßnahme ist das regelmäßige Händewaschen nach den Hautkontakt mit dem Haustier, insbesondere vor dem Essen. Hunde und Katzen gehören grundsätzlich nicht auf den Esstisch oder die Küchenarbeitsplatte. Auch im Bett kann der sehr enge Kontakt sehr schnell zur Krankheitsübertragung führen, wenn der Vierbeiner seinem menschlichen Freund beispielsweise liebevoll über das Gesicht leckt. Wenn Kinder einen engen Kontakt zu den Haustieren haben, sollten sie schon früh den entsprechenden hygienischen Umgang lernen.

- Accessoires, die für Tiere gedacht sind, sollten auch nur die Tiere benutzen. Sie sind kein Kinderspielzeug.
- Besondere Vorsicht ist bei offenen Wunden geboten.
- Durch Tiere verursachte Biss- oder Kratzwunden unbedingt gut reinigen und desinfizieren.
- Hände waschen nach jedem Hautkontakt wie etwa nach dem Streicheln, Füttern oder Reinigen von Stall, Käfig oder Katzentoilette.
- Haustiere nicht küssen oder übers Gesicht lecken lassen.
- Insbesondere Kinder sollten wilde oder fremde Tiere nicht anfassen oder mit nach Hause bringen, um sie zu pflegen.
- Kontakt während der Nahrungszubereitung ist zu vermeiden.
- Stall oder Käfig mit heißem Wasser reinigen und dabei Handschuhe tragen.
- Tiere sollten von Lebensmitteln fernbleiben.
- Zunächst harmlos erscheinende Bisswunden sollte ein Arzt begutachten.

Wenn Hände waschen gerade nicht möglich ist

Wenn nach dem Hautkontakt mit einem Tier keine Gelegenheit zum Händewaschen gegeben ist, helfen ausnahmsweise Reinigungstücher. Mit ungewaschenen Fingern auf keinen Fall ins Gesicht fassen, vor allem Augen, Nase oder Mund nicht berühren. Auch Lebensmittel sollten nicht angefasst werden.

Tierarzt der richtige Ansprechpartner

Wer noch kein Tier hat, sich aber eventuell eines anschaffen möchte, kann mit einem Tierarzt über die persönliche Situation sprechen. Er kann Ratschläge geben, welches Tier am besten passt. So können Katzenkinder oder Welpen beispielsweise Krankheitserreger übertragen, die später beim erwachsenen Tier gar nicht mehr auftreten. Menschen mit schwachem Immunsystem sind dann besser beraten, sich eventuell ein erwachsenes Tier anzuschaffen. Schwangere sollten mit Katzen vorsichtig sein. Sie tragen Toxoplasmoseerreger in sich, die eine Fehlgeburt auslösen kann. Wer schon Antikörper gegen diese Erkrankung hat, muss sich darüber keine Gedanken machen. Hier ist der Haus- oder Frauenarzt der richtige Ansprechpartner. Dort kann ein entsprechender Test durchgeführt werden.

Regelmäßig zum Tierarzt

Tierarzt
Abbildung 3: Der Tierarzt kann bei regelmäßigen Routineuntersuchungen Krankheiten frühzeitig feststellen und auch Parasitenbefall behandeln.
Wer noch kein Tier hat, sich aber eventuell eines anschaffen möchte, kann mit einem Tierarzt über die persönliche Situation sprechen. Er kann Ratschläge geben, welches Tier am besten passt. So können Katzenkinder oder Welpen beispielsweise Krankheitserreger übertragen, die später beim erwachsenen Tier gar nicht mehr auftreten. Menschen mit schwachem Immunsystem sind dann besser beraten, sich eventuell ein erwachsenes Tier anzuschaffen. Schwangere sollten mit Katzen vorsichtig sein. Sie tragen Toxoplasmoseerreger in sich, die eine Fehlgeburt auslösen kann. Wer schon Antikörper gegen diese Erkrankung hat, muss sich darüber keine Gedanken machen. Hier ist der Haus- oder Frauenarzt der richtige Ansprechpartner. Dort kann ein entsprechender Test durchgeführt werden.



Abbildung 1: Pixabay © Pezibear (CC0 Public Domain)
Abbildung 2: Pixabay © Gentle07 (CC0 Public Domain)
Abbildung 3: Pixabay © mirkosajkov (CC0 Public Domain)