Bei unserem letzten Besuch im Refugio haben wir auch wieder bei unseren großen Jungs vorbeigeschaut – Tori, Chupete und Piccolo. Es ist immer wieder schön zu sehen, wie die drei ihre Zeit auf dem Gelände verbringen und auf ihre ganz eigene Art das Leben genießen.
Chupete, unser betagter Maulesel, hat uns mit seiner freundlichen und offenen Art wie immer sofort begrüßt. Obwohl man ihm sein hohes Alter deutlich ansieht (die Bewegungen sind langsamer geworden, das Gesicht noch grauer), beeindruckt er uns jedes Mal mit seiner Zähigkeit und Lebensfreude. Er genießt den Tag in aller Ruhe, ist aber weiterhin interessiert an allem, was um ihn herum passiert, und freut sich über Gesellschaft. Seine Ausstrahlung hat etwas ganz Berührendes – alt, weise und dabei voller Wärme.
Piccolo hingegen war – wie nicht anders zu erwarten – eher zurückhaltend. Der kleine Shetlandwallach lässt fremde Menschen weiterhin links liegen und scheint sich damit auch sehr wohlzufühlen. Für ihn zählt nur eines: seine Freundschaft mit Tori. Die beiden sind unzertrennlich und verbringen fast jede Minute miteinander. Es ist rührend zu sehen, wie sie Seite an Seite über das Gelände laufen – ein echtes Dreamteam.
Tori, unser Warmblut, war freundlich und ließ sich auch gerne streicheln. Er war dabei aber insgesamt etwas distanzierter als Chupete – eher ruhig interessiert als besonders verschmust. Trotzdem war es schön, ihm so nahe sein zu dürfen. Man spürt, dass auch er seinen Platz im Refugio gefunden hat und sich dort sicher und wohl fühlt.
Allen dreien geht es gut. Sie genießen ihren Alltag auf dem Tierheimgelände, haben ihre Routinen, ihre Rückzugsorte und vor allem: einander. Für uns ist es immer wieder ein Geschenk, Chupete, Piccolo und Tori so zufrieden zu erleben.
Andújar, den 21.11.2022
Wir haben ein drittes Pferd im Refugio aufgenommen: Tori, einen 26-jährigen Wallach, der Zeit seines Lebens seinem Besitzer treu war und auf dem viele Kinder das Reiten gelernt haben. Toris Besitzer hat all die Jahre nicht im Traum daran gedacht, sich eines Tages von seinem Pferd zu trennen, doch nun ist er leider schwer an Krebs erkrankt und seine restliche Lebenszeit ist sehr begrenzt…
Damit Toris Besitzer weiß, dass sein Pferd auch nach seinem Tod gut versorgt ist, haben wir den Wallach adoptiert und so ist er vor wenigen Tagen im Refugio und bei Chupete und Piccolo eingezogen.
Die drei verstanden sich auf Anhieb gut und wir hoffen, dass Tori sich bei uns wohlfühlt. Er wird nun tiermedinzinisch versorgt und kann seinen Ruhestand in vollen Zügen genießen.
Über Paten zur Sicherung seines Unterhalts würden Tori und wir uns sehr freuen!
Der Anbieter "Vergessene-Pfoten e.V." besitzt eine Erlaubnis nach §11 Tierschutzgesetz und garantiert die Durchführung und/oder Dokumentation der gesetzlich vorgeschriebenen Maßnahmen zur Tiergesundheit vor Abgabe eines Tieres. Diese tierärztlichen Behandlungen werden in den EU-Heimtierausweis oder Impfpass eingetragen, welchen der neue Besitzer bei Übergabe des Tieres ausgehändigt bekommt.