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vom 05.07.2018
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AMON - dornenreicher Weg beendet

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Profil
NOTFALL 
Tierart:

Hund

Rasse:

kleiner Mischlingsbub (Mischling)

Geschlecht:
männlich / kastriert
Alter:
1 Jahr

Aufenthalt:
Tierheim
Land:
Griechenland
Anbieterinformation
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Erlaubnis nach §11 TierschutzgesetzTierfreunde Athen 
61239 Ober-Mörlen

Telefon: 06002-1023


Beschreibung
Stand: 12.06.2018

Unvorstellbar müssen die Schmerzen von dem noch jungen, ca. einjährigen Rüden Amon gewesen sein, dessen Körper von unzähligen Dornen und Stacheln übersät war. Bei seiner Aufnahme bohrten sich unwillkürlich Dornen auch in die Hände seiner Retterin, die daraufhin ebenfalls behandelt werden musste. Erst durch das Anfassen des Hundes, der den Menschen nachlief und die Hände leckte, bemerkte man, dass sein Fell wie ein Igel war.
Amon wurde sogleich in eine Tierklinik gebracht, wo man schnell sah, dass mit Pinzetten allein nichts mehr zu machen war. Amon wurde komplett nackt geschoren, da die Dornen nicht nur in seinem Fell steckten, sondern ihn am ganzen Körper durchdrangen. Viele Wunden hatten sich dadurch schon gebildet und sich entzündet. Ein schrecklicher und nicht alltäglicher Anblick.
Während fast alle Tiere in leichte Narkose gelegt werden müssen, wenn man sie bis auf die Haut schert und Wunden dabei zutage treten, die schmerzen, war dies bei Amon nicht nötig. Die ganze Zeit über leckte er dankbar und stillhaltend die Hände der Tierarzthelferin.
Amons Dornen und Stacheln sind nun alle mühsam entfernt, seine Wunden werden äußerlich und durch Antibiotika-Gaben behandelt. Sobald die Wunden verheilt sind und Amon wieder aus seiner Quarantäne, dem Badezimmer, morgens früh und abends nach Sonnenuntergang (ansonsten Gefahr des Sonnenbrandes) nach draußen darf, wird er das ganze Programm eines jeden Neuankömmlings über sich ergehen lassen. Für Amon dürfte es ein Spaziergang sein nach seinen leidvollen Erfahrungen. Bis er dann noch kastriert ist, wird sein nachwachsendes Fell einen bildhübschen Hund zeigen, der darunter eine ganz liebe Seele bereithält, um Menschen nicht nur äußerlich zu gefallen.
Wie es einem Tier ergeht, das in eine solche am Ende tödliche Situation geraten ist, mag man sich nicht vorstellen oder doch? Wie würde man sich fühlen in einem Ganzkörperanzug, in dem hunderte von Nadeln stecken, die in die Haut stechen? Wie legt man sich damit schlafen, wie läuft man auf Füßen, in denen mit jedem Schritt sich die Nadeln tiefer bohren? Wie lange kann man ohne Hilfe damit leben, ohne dass sich eine Sepsis bildet?
Der Vergleich hinkt, da wir uns selbst helfen können oder uns helfen lassen können. Amon ist nun auch geholfen worden. Er hatte doppelt Glück, da er ein ganz besonderer Hund ist, der das ganze Leben zudem noch vor sich hat. Für Amons Zukunft wünschen wir ihm sprichwörtlich, dass sein Leben ihn künftig auf Rosen bettet, aber bitte ohne Dornen!

Aktualisierung am 24.06.18

Der geschundene Amon erholt sich zusehends in der Tierstation. Manche Körperstelle schmerzt ihn noch beim Anfassen, aber die Wunden sind schnell verheilt oder vom rasant nachwachsenden Fell gut verdeckt. Obwohl die eine oder andere körperliche Berührung ihn noch zusammen zucken lässt, sucht er genau diese. Amon möchte gestreichelt werden. Es wird eine Zeit noch dauern, bis er ein neues Körpergefühl für sich entdeckt, das nicht mehr an Schmerzen erinnert.

Amon wurde jetzt gemessen und gewogen. Mit 34 cm Schulterhöhe und 9 kg zählt er zu den kleinen bis mittelgroßen Hunden, die mit großen Augen schnell bezaubern können. Amons Augen trügen nicht: ein anhänglicher, lieber Geselle, der Anschluss und die damit verbundene Sicherheit sucht.

Weitere Infos und weitere Tiere unter: www.tierfreundeathen.de


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"AMON - dornenreicher Weg beendet"

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