Warum ist die Pferdehaftpflicht unverzichtbar?

Pferde gelten als friedliche Tiere. Sie lassen sich reiten und streicheln. Ein Schaden ist da kaum denkbar. Dennoch können sich zu jeder Zeit und an jedem Ort Situationen ergeben, in denen bei Ihrem Pferd die tierischen Instinkte hochkommen und Sie nicht mehr Herr der Lage sind. Ein Kind streichelt Ihr Tier und wird dabei getreten. Ein Bekannter wird bei einem Ausritt aus dem Sattel gehoben und verletzt sich dabei schwer. Jetzt kommen die Schadensersatzforderungen auf Sie zu. Gegen dieses Risiko kann Sie eine Pferdehaftpflicht schützen. Es geht immerhin um Ihre finanzielle Existenz.

Anders als bei der Haftpflichtversicherung für Hunde gibt es in Deutschland kein Bundesland, das eine Pferdehaftpflicht vorschreibt. Die Entscheidung liegt also bei Ihnen. Ein Verzicht bedeutet Sparen am falschen Ende. Schließlich geht es nicht nur um Ihre eigene finanzielle Sicherheit, sondern auch die Ansprüche des Geschädigten sollen ja befriedigt werden. Das ist vor allem bei Personenschäden von Bedeutung, wenn es um langwierige Therapien und Behandlungen zur vollständigen Genesung des Geschädigten geht.

Sie sind bereits Eigentümer eines Pferdes oder möchten einfach mal die Leistungen Ihrer bestehenden Versicherung vergleichen? Auf unserer Internetseite vergleichen-und-sparen.de bieten wir Ihnen einen Vergleich von rund 250 Tarifen zur Pferdehaftpflicht an. Darunter finden Sie viele rabattierte Sondertarife und Spezialangebote mit hohen Beitragsnachlässen durch den Online-Abschluss. Den Vergleichsrechner und Informationen zu den zahlreichen Absicherungsmöglichkeiten finden Sie unter: www.vergleichen-und-sparen.de.

Die größte Fehleinschätzung ist die Aussage: „Mein Pferd macht schon nichts“. Bedenken Sie immer, dass Ihr Pferd nun einmal tierische Instinkte hat, die Sie bei Weitem nicht abschätzen können. Anders als z. B. bei einem Hund sind Sie als Halter des Pferdes ja nicht ständig bei Ihrem Tier. In Ihrer Abwesenheit können sich aber trotzdem Dinge ereignen, auf die Sie keinen Einfluß haben. Was ist z. B., wenn der Hengst auf der Koppel einen Artgenossen beißt oder jagt und dabei verletzt? Dann stehen Sie automatisch in der Haftung.

Eine solche Pferdehaftpflichtversicherung kann jeden Pferdefreund vor finanziellen Folgen wie Schadenersatzansprüchen schützen. Sie als Tierhalter haften immer mit Ihrem persönlichen Vermögen und auch zukünftigen Einkommen, auch wenn Sie gar keine Schuld an dem Vorfall haben. Hier spricht der Gesetzgeber von der so genannten "Gefährdungshaftung".

Warum ist die Pferdeversicherung unverzichtbar?
Pferde sind vom Wesen her Fluchttiere. Ein kleiner Moment des Schreckens und schon kann sich eine Menge Unheil ereignen. Ein Ausbrechen von Pferden beim Ausritt auf einer öffentlichen Straße wird für hohe Folgekosten sorgen. Dafür stehen Sie als Pferdehalter gerade. Diese Haftung wird so im Bürgerlichen Gesetzbuch § 833 BGB formuliert: "Wird durch ein Tier ein Mensch getötet oder der Körper oder die Gesundheit eines Menschen verletzt oder eine Sache beschädigt, so ist derjenige, welcher das Tier hält, verpflichtet, dem Verletzten den daraus entstehenden Schaden zu ersetzen."

Nebenbei stellt die Pferdehaftpflichtversicherung auch so etwas wie eine Rechtsschutzversicherung dar. Kommt es zu unberechtigten Schadensersatzforderungen, wird der Fall geprüft. Ihre Pferdehaftpflicht kann den Schaden auch notfalls vor Gericht und auf eigene Kosten abwehren. Sie brauchen dafür selber keinen Rechtsanwalt bemühen (Quelle: https://www.vergleichen-und-sparen.de/pferdeversicherung/pferdehaftpflicht/).

Wer ist über die Pferdehaftpflicht versichert?
Nicht nur Sie sind auf der sicheren Seite, falls Ihr Pferd mal einen Schaden verursacht. Auch fremde Reiter, wie z. B. Freunde oder Bekannte können das Pferd reiten, im Schadensfall besteht dafür ebenfalls Versicherungsschutz. Das gilt natürlich auch für eine eventuell vorhandene Reitbeteiligung.

Welche Schäden des Pferdes werden übernommen?
Die Pferdehaftpflicht kümmert sich finanziell um alle Schäden, die durch die Verwirklichung der Tiergefahr entstehen. Das reicht von der angebissenen Satteldecke bis hin zu einem Unfall im Straßenverkehr.

Bin ich nicht schon über die private Haftpflichtversicherung ausreichend geschützt?
Ein ganz Klares nein. Durch die sogenannte Gefährdungshaftung ist über die Privathaftpflicht keine Absicherung möglich. Daher müssen Sie die separate Tierhalterhaftpflicht für Pferde abschließen. Das gilt z. B. auch für die Halter von Hunden. Durch die Haltung von Pferden sorgen Sie aus der Sicht des Gesetzgebers für die Schaffung einer Gefahrenquelle. Diese muss immer speziell versichert werden.

Wann muss ich für die Schäden aufkommen, die mein Pferd verursacht hat?
Einfach ausgedrückt: immer. Diese Art von Schäden ereignen sich in der Regel durch das willkürliche und tiertypische Verhalten. Dabei spielt es keine Rolle, ob sich ein Schaden ohne Ihr Zutun entsteht. Ihr Pferd kann ja z. B. im Stall mit den Hufen eine Rückwand eintreten. Sie trifft zwar keine Schuld, aber das willkürliche Verhalten des Pferdes hat zu dem Schaden geführt.

Genieße ich auch im Ausland Versicherungsschutz?
Die Pferdehaftpflicht bietet weltweiten Schutz. Innerhalb Europas gilt dieser in der Regel unbegrenzt und weltweit bis zu einem Jahr.

Sind eigene Schäden mitversichert?
Ein Sturz vom Pferd oder ein Tritt mit Folgen gegen den eigenen Pkw sind sogenannte Eigenschäden und nicht versichert. Grundsätzlich leistet die Versicherung für Pferde nur für Schäden, die Dritte betreffen. Einen selbst erlittenen Schaden müssen Sie auf die eigene Kappe nehmen.

Sind auch Mietsachschäden versicherbar?
Mittlerweile bieten viele Anbieter der Pferdehaftpflicht auch Versicherungsschutz bei Mietsachschäden. Das ist immer dann der Fall, wenn Ihr Pferd z. B. auf einer Weide, im Stall oder sogar in einem gemieteten Pferdeanhänger Unheil anrichtet und nun der Eigentümer mit Schadensersatzforderungen an Sie herantritt. Achten Sie bei der Auswahl besonders auf diese wichtige Leistung – nicht jede Versicherung bietet das in dieser Form an.

Was sind Personenschäden?
Hierbei handelt es sich um alle Schäden, wo eine Person verletzt wird. Das kann die Reitbeteiligung sein, die durch das Verhalten Ihres Tieres aus dem Sattel gehoben wird und sich verletzt. Genauso ist es möglich, dass Ihr Pferd auf einem Ausritt bei der Begegnung mit Wanderern austritt und sich jemand dabei eine Verletzung zuzieht. Gerade bei Huftritten ist damit nicht zu spaßen. Die Schadensersatzforderungen können schnell Ihre eigene finanzielle Existenz ruinieren.

Was sind Sachschäden?
Die Palette der Sachschäden ist vielfältig. Vereinfacht ausgedrückt ist ein Sachschaden dann gegeben, wenn Ihr Pferd etwas kaputt macht. Dazu gehört z. B. eine eingetretene Stalltür, der Tritt gegen ein Auto oder ein umgerissener Weidezaun auf der Pferdekoppel.

Was sind Vermögenschäden?
Vermögensschäden sind in der Regel die Folge von Personen- oder Sachschäden. Wenn jemand durch Ihr Pferd verletzt wird und deswegen Lohneinbußen hat, ist das ein Vermögensschaden. Echte Vermögensschäden sind eher selten und losgelöst von Personen- und Sachschäden. Das ist z. B. der Fall, wenn Ihr Tier von der Weide ausbricht, sich auf eine Eisenbahnstrecke verirrt und dadurch der Zugverkehr lahmgelegt wird. Die Bahn wird mit Sicherheit Schadensersatzforderungen an Sie stellen.

Auch wenn der Gesetzgeber, anders als bei Hunden, keine Pferdehaftpflicht vorschreibt, gibt es dennoch zahlreiche Argumente, diesen wichtigen Schutz für Ihr Pferd abzuschließen. Schon für einen Jahresbeitrag von weniger als 50 Euro genießen Sie und Ihr großer Freund Versicherungsschutz. Eigentlich ein geringer Betrag im Verhältnis zu den Kosten, die für die Pferdehaltung monatlich anfallen. Genießen Sie Ihr Hobby mit der Sicherheit, im Schadensfall immer fest im Sattel zu sitzen.